Was beim Gebrauchtwagenkauf zu beachten ist

Das Angebot an unterschiedlichen Autobörsen ist riesengroß. Dementsprechend sind auch die meisten gebrauchten Fahrzeuge im Netz zu finden. Potenzielle Kunden können sich auf diese Weise schnell und einfach einen Überblick über die momentane Situation am Gebrauchtwagenmarkt verschaffen, um so das besten Angebot zu finden, das optimal auf die eigenen Anforderungen und Bedürfnisse zugeschnitten ist. Was Sie bei dem Kauf eines Gebrauchten unbedingt beachten sollten und mit welchen Kosten Sie bei der Zulassung rechnen müssen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Sachverstand zeigen

Bei der Erstbesichtigung des Wunschfahrzeugs gilt es Sachverstand zu zeigen, damit man von raffinierten Gebrauchtwagenhändlern nicht über den Tisch gezogen wird und am Ende mit einem Fahrzeug nach Hause fährt, das den eigenen Vorstellungen von einem Traumauto gar nicht entspricht. Zuerst sollten Sie die Fahrgestellnummer mit den Fahrzeugpapieren abgleichen. Damit signalisieren Sie eine gewisse Kompetenz und erzeugen Respekt bei dem Gebrauchtwagenhändler. Zudem sollten Sie alle Angaben, die in der Anzeige angegeben wurden, auf ihre Vollständigkeit überprüfen. Ein gutes Beispiel hierfür wäre die Angabe „alle KD“, mit der angegeben wird, dass von dem Fahrzeugbesitzer alle Kundendienste regelmäßig ausgeführt wurden. Diese Angabe lässt sich mit einem lückenlos ausgefüllten Serviceheft schnell und einfach überprüfen. Selbsteinträge haben in diesem Kontext keine allzu hohe Relevanz. Sie sollten also auf jeden Fall einen Blick in das Serviceheft werfen.

Kosten für die Anmeldung eines Gebrauchtwagens

In der Europäischen Union dürfen ausschließlich Fahrzeuge, die über eine gültige Zulassung verfügen, legal im Straßenverkehr teilnehmen. Die Anmeldung eines gebrauchten Fahrzeugs kostet im Durchschnitt zwischen 15 und 30 Euro. Zur Anmeldung wird eine elektronische Versicherungsbestätigung benötigt. Diese siebenstellige Nummer dient bei der zuständigen Behörde als Nachweis dafür, dass der Fahrzeugbesitzer die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Die eVB-Nummer können Sie bei R+V24 ganz bequem online beantragen. Nach erfolgtem Abschluss wird ihnen die eVB-Nummer kostenlos per SMS auf Ihr Handy geschickt, sodass Sie so schnell wie möglich losfahren und nicht unnötig auf Ihre eVB-Nummer warten müssen.

Vorschäden durch Unfälle

Bei der Besichtigung des Wagens, sollte dieser genauestens inspiziert werden. Besonders detailliert sollte man bei der Inspizierung des Motorraums vorgehen. Hier sollte der Zustand der Schläuche und der Stand aller Flüssigkeiten (Öl, Kühlmittel) kontrolliert werden. Bei diesen handelt es sich um einen Indikator für Pflege und Instandhaltung des Fahrzeugs. Zudem sollten selbstverständlich auch die Reifen gründlich überprüft werden. Ein Reifenprofil, das unregelmäßig abgefahren ist, kann beispielsweise ein Indikator für Schäden am Fahrwerk sein. Kleine Ritzen und Schäden an den Felgen sind ein Zeichen für Randstein-Treffer und können die Funktionsweise des Fahrwerks negativ beeinflussen.
Darüber hinaus empfehlen Experten bei der Verkaufsanzeige besonders detailliert auf die Formulierungen zu achten. Formulierungen wie „unfallfrei“ oder „keine Vorbeschädigungen“ sollten unbedingt im Kaufvertrag aufgeführt werden. Falls an dem Fahrzeug irgendwelche Reparaturen durchgeführt worden sind, sollten Sie als Käufer alle relevanten Belege beantragen, da diese beim Wiederverkauf relevant sein können.

Wertverlust am Auto bestimmen

Wie berechne ich den Wertverlust meines Autos?

Es heißt immer „Sobald Du mit dem neuen Auto vom Hof des Händlers gefahren bist, hast Du Verlust gemacht.“. Warum ist das so und worin unterschieden sich die Berechnungen bei Neuwagen und Gebrauchtwagen? Wie finde ich heraus, welchen Wertverlust mein Auto hat?

Gerade jetzt, wo alle Welt über die Diesel-Frage debattiert und ständig neue Techniken den Markt erblicken, ist es schwer für den Laien einzuschätzen, was sein Wagen noch wert ist. Weißt Du es? Hier erfährst Du welche Faktoren Du beim Wertverlust des Autos bedenken musst, warum sogar Sachverständige keine einheitliche Antwort haben und weshalb in Garmisch-Partenkirchen der exakt gleiche Gebrauchtwagen mehr kosten kann als in Flensburg, in München selbst der gebrauchte Kleinwagen einen Ticken teurer sein kann als ein gebrauchter Mittelklassewagen in Dortmund oder Kassel. Dazu gibt es noch Tipps, wie Du den Wert Deines Gebrauchten etwas aufbessern kannst.

Tipps wie du die Lebensdauer deines Kfz verlängerst, findest du hier.

Warum verlieren Autos überhaupt so stark an Wert?

Das KFZ ist ein Gebrauchsgegenstand., Ein Auto wird einfach nicht besser, wenn es benutzt wird. Jeder Kilometer, den Du damit fährst, hat seine Auswirkung auf Bauteile. Nicht umsonst heißen viele davon auch Verschleißteile. Während Du Reifen und Felgen folgenlos erneuern kannst, sieht das beim Lack schon anders aus. Wusstest Du, dass Macken im Lack, die Du nicht mit Smart Repair beheben kannst, direkt als Unfallschaden zählen? Selbst also, wenn Du Lackschäden nachlackieren lässt, schlagen die noch negativ bei der Wertberechnung zu buche.
Das große Problem beim Wertverlust eines Autos: es gibt weder eine Formel für die Berechnung, noch eine Konstante – schließlich scheint es eine Magie zu geben, die Oldtimer wertvoller macht – und als ob das die Sache nicht schon kompliziert genug machen würde, sind die regionalen Unterschiede erheblich. Logischerweise gibt es zusätzlich auch nicht starke Unterschiede zwischen den Herstellern und Fabrikaten.
Die gute Nachricht: Es gibt Faktoren, die maßgeblichen Einfluss auf den aktuellen Fahrzeugwert haben. Alle diese Kriterien sind hier für Dich übersichtlich zusammengetragen. Bevor es damit losgeht, gibt es noch eine kurze Erklärung zu dem Sprichwort vom Anfang.

Ist der Wertverlust bei Neuwagen größer als bei Gebrauchtwagen?

Kurzum. Ja. Die traurige Antwort ist, das Sprichwort stimmt. Im ersten Jahr kann sich der Wert eines Neuwagens stark verringern. Mindestens aber mindert er sich um Prozentsätze mit mehr als einer Stelle. Jetzt können Sonderausstattungen und Co den Wertverlust etwas abfedern, aber nur, wenn sie gefragt sind. Wer sich beispielsweise damals für Rally Streifen entscheiden hat, wird eine Zeit lang damit den Wert seines Autos gemindert haben. Aktuell sind die Streifen wieder in und der subjektive Wert steigt.
Immer gefragt sind – laut dem Unternehmen Deutsche Automobil Treuhand – Sonderausstattungen im Dienste der Sicherheit und Bequemlichkeit. Dazu weiter unten mehr.

Weil die Sonderausstattung aber sehr viel mehr kostet, trägt sie erste einmal dazu bei, dass der Wert um ein ganzes Drittel nach einem Jahr geschmälert sein kann, bevor sie dazu beiträgt, den potentiellen Wiederverkaufspreis hoch zu halten.
Nach circa fünf Jahren haben Autos den steilen Fall ihres Wertes so gut wie überstanden. Jetzt sinkt der Wert zwar immer noch mit jedem Jahr, Kratzer und Kilometer, aber im Verhältnis nicht mehr so schnell. Allerdings ist nach einem halben Jahrzehnt auch die Hälfte des Kaufpreises als Wertangabe (meistens) bereits erreicht.

Interessant: Autos mit vergleichsweise stabilem Wert

Bist du daran interessiert, bei welchen Autoformaten Deine Chancen auf so wenig Wertverlust wie möglich gutstehen? Das haben wir uns gedacht. Deshalb kommt hier eine kleine Liste. Bitte beachte, dass sie dem Wandel der Zeit unterliegt.

Starker Wertverlust ist bei Großraum Vans und Autos der Mittelklasse zu erwarten. Etwas weniger Verlust fahren Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und Oberklasse ein. Auch Minivans erfreuen sich verhältnismäßig gleichbleibender Beliebtheit. Zudem sind Kompaktklassen und Geländewagen sowie Minis noch nach einigen Jahres gut etwas wert.

Du erkennst schon, je stärker die Menschen Gebrauchtwagen in einem Auto Format nachfragen, desto mehr kannst Du für ein solches Fahrzeug noch bekommen.

Fahranfänger und junge Familien sowie Menschen die viel transportieren müssen sind hier wichtige Abnehmer. Genauso verhält es sich mit den Leuten, die endlich ein größeres, gehobenes Auto fahren möchten oder sogar daran interessiert sind, die Autos ins Ausland zu bringen.

Merke: Zwischen dem Händlerpreis und dem, was auf dem Privatmarkt noch mit einem Gebrauchten erzielt werden kann, liegen Welten. Logischerweise muss der Händler Platz für seine Gewinnmarge lassen. Wenn Du also Zeit und Ruhe hast, dann kann es sich lohnen, erst einen privaten Käufer zu suchen.
Welche Autos halten ihren Wert denn so lange wie möglich?
Aktuell sind das die großen SUV´s sowie Kleinwagen und Sportautos. Hier zeigt sich momentan, dass nach drei Jahren erst ein Viertel des Kaufpreises verloren gegangen ist und nicht, wie oben, im worst case Szenario schon fast die Hälfte.

8 Faktoren für den Wertverlust am Auto:

1. Vorbesitzer
Menschen kaufen gerne aus erster Hand. Je mehr Vorbesitzer das Auto hatte, desto eher glauben Käufer daran, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Vermutung liegt nahe, dass das Auto bereits schon einige Male jemandem Ärger gemacht hat und nicht zuverlässig lief.
Zudem geht auch unter Laien dank des Internets die Angst um, dass nur schnell gepfuscht wurde, damit das Auto bei der Probefahrt funktioniert und danach aber den Geist aufgeht. Diese Wahrscheinlichkeit ist ebenso höher, wenn mehr Vorbesitzer schon versucht haben, das Auto zu verkaufen.

2. Inspektion
Die Traumanzeige enthält diese magischen Wortkombinationen: „Checkheft gepflegt, erste Hand, Garagenwagen“. Weshalb? Weil Du dann davon ausgehen kannst, dass jeder einzelne Defekt früh genug in der Fachwerkstatt erkannt wurde und noch wichtiger – behoben.
Der Wagen ist vermutlich auch dann frei von möglichen Folgeschäden, etwa, weil er zu lange trocken, also ohne Öl gefahren wurde oder sogar vielleicht einmal heiß gelaufen ist und Kühlwasser verliert.
Gibt es ein lückenloses Checkheft, steigert das den Wert enorm.

3. Unfallwagen
Ist der Wagen unfallfrei? Nicht alle Menschen beantworten diese Frage wahrheitsgemäß. Dabei ist sie relevant. Bei einem Auffahrunfall etwa kann die Knautschzone von der Stoßstange zu gering sein, dass beim nächsten Mal wirklich mehr passiert, weil die Federung fehlt. Die Stabilität der Säulen kann gelitten haben oder die Lenkung beziehungsweise Spur ist verzogen. Es gibt die Gefahr, dass Aufhängungen angerissen sind oder sich Schrauben gelockert haben.

Unfallwagen sind weniger Wert – natürlich kommt es auf die Art des Unfalls an.

4. Laufleistung
Jeder Kilometer zählt. Wenn Du das Glück hast, einen Neuwagen zu besitzen und Dir einen neuen leisten zu können, stoße Dein Gefährt bereits bei unter 10.000 Kilometern Laufleistung ab. Die nächste Grenze liegt bei 50.000 und dann bei 100.000. Hier finden noch einmal richtig große Sprünge in der Bewertung statt.

Das liegt vor allem daran, dass jedem Fachmann klar ist, dass einige Bauteile nur auf eine gewisse Laufleistung ausgelegt sind. Vor 10000 Kilometern war nicht mal ein Ölwechsel notwendig. Nach 100.000 Kilometern darf schon einmal über die Intaktheit der Kupplung philosophiert werden.

5. Erstzulassung
Logischerweise zählt die Erstzulassung; denn hier steht quasi, wie alt das Fahrzeug ist, Übrigens gilt das auch für Garagen Autos. Ein KFZ kann sich auch kaputt stehen.

6. Automarke
Wie beliebt ist Dein Auto gerade? Ist es vielleicht in einem anderen Bundesland beliebter? Mehr nachgefragt? Der Wandel der Zeit ist bei diesem Faktor ganz besonders stark. Aber mit soliden Fabrikaten hast Du gute Chancen. Immer schlecht: Wenn der Nachfolger bereits zu haben ist. Außer bei Reihen wie dem Golf etwa.
Dann spielt es natürlich auch immer eine Rolle, wie viele Türen dein Auto hat. Das gehört aber wieder zum Komfort.

7. Sonderausstattung
Merke Dir einfach, alles, was das Fahren sicherer macht, hebt den Wert. Alles, was im Grunde verbastelt ist oder nur Trend war, mindert den wert. Da musst Du schon einen Liebhaber finden. Der allerdings kann Dir sogar am Ende mehr bereit sein zu zahlen, als der Wert eigentlich hoch ist.

8. Reparaturen oder Pfusch?
Wie wurden die Reparaturen durchgeführt? Wurden Originalteile verwendet oder Beta-Teile? Gibt es zu jeder Reparatur eine Rechnung von einer Fachwerkstatt oder hast Du alles in einer freien Werkstatt machen lassen? Vielleicht sogar bei einem Kumpel? Du siehst, je mehr dokumentiert ist und hochwertige Materialien verwendet wurden von Spezialisten, desto höher der Wert des Autos.

Wer kann meinen Wert vom Auto genau berechnen?

Genau berechnen kann das ein KFZ-Sachverständiger. Allerdings benutzt dieser exakt die gleichen Kriterien, um den aktuellen Preis zu bestimmen. Einziger Unterschied: Er ist auch vor Gericht zugelassen und er bezieht in seine Analyse auch den Gebrauchtwagenmarkt mit ein, bedenkt politische Themen und technische Wenden sowie den genauen Nutzen der Sonderausstattung.

 

Wie kannst Du den Wert Deines Autos steigern?

Hier kommen zum Ende noch ein paar Tipps, wie Du den Wert Deines Autos aufbessern kannst.
Willst Du einmal einen Richtwert ermitteln? Mit dem Online-Rechner geht es ganz einfach. Einziges Manko. Kratzer, dellen, Unfälle und individuelle Macken (der dritte Gang springt immer raus) kann der Rechner nicht berücksichtigen.

  1. Hebe alle Quittungen auf.
  2. Wenn Du gebrauchte Teile nimmst, dann nutze generalüberholte Produkte mit einem Jahr Garantie.
  3. Wenn Du Lackkratzer hast, behandle sie direkt mit Rostschutz, optisch kannst Du immer noch nachbessern.
  4. Dokumentiere Ölwechsel.
  5. Scheckheft pflegen.
  6. Innenreinigung und Aufbereitung machen ordentlich etwas her.
  7. Nutze nicht den Aschenbecher.
  8. Tierhaare lassen sich mit einem Gummihandschuh bestens entfernen.
  9. Der Himmel muss einen sauberen Eindruck machen.
  10. Ein funktionierendes Radio, Navi und ein guter Geruch aus Klimaanlage und Kühler machen einen guten Eindruck.
  11. Achtfach Bereifung kommt auf dem privaten Markt besser an.

Winterauto kaufen sinnvoll? Vorteile und Nachteile

Sobald die kalte Jahreszeit einsetzt, nehmen die negativen Einflüsse auf ein Kraftfahrzeug zu. Vor allem Salz und Splitt schaden der Karosserie, aber auch der Frost setzt dem Auto zu. Zudem kommt dann noch ein erhöhtes Risiko eines Unfalles, weshalb sich viele Autofahrer dazu entscheiden, sich ein Winterauto zu kaufen. Dabei gilt es jedoch einige Aspekte zu beachten, vor allem was die Wahl des Fahrzeugs, aber auch seine Zulassung betrifft.

Winterauto kaufen bietet Vor- aber auch Nachteile

Häufig wählen Besitzer ältere und gebrauchte Fahrzeuge, wenn sie sich für ein Winterauto entscheiden. Passiert ein Unfall oder eine kleine Beschädigung, hat dies weitaus weniger Effekt als bei einem schön gepflegten Sommerauto. Doch bei der Auswahl sollten Interessierte genau überlegen, ob sich eventuell ein Winterauto mit Allrad lohnt. Gerade wer häufig Steigungen zu bewältigen hat, ist mit diesem Antrieb auf der sicheren Seite. Dafür müssen alle, die ein Winterauto kaufen, mit deutlich schlechteren Sicherheitsvoraussetzungen rechnen. Damit erspart sich der Käufer zwar Geld unmittelbar beim Erwerb, doch dafür muss er später für Steuern, eventuell bei den Versicherungsprämien und neue Ausstattungsgegenstände wie Winterreifen tiefer in die Tasche greifen. Sehr günstige Schnäppchen findet man dabei oftmals bei der Autoverwertung um die Ecke.

Was das optimale Winterauto ausmacht

Möchte sich jemand ein Winterauto kaufen, gilt es dabei auf die gleichen Aspekte zu achten wie beim generellen Gebrauchtwagenkauf. Idealerweise fällt die Wahl auf ein Winterauto mit Allrad oder zumindest Frontantrieb. Auch Kleinwagen sind gut für diese Jahreszeit geeignet, da sie aufgrund ihrer Größe und Wendigkeit ein gutes Fahrverhalten auf winterlichen Straßen zeigen. Auch Ausstattungsmerkmale wie ABS und ein Antrieb mittels Benzin komplettieren die perfekte Autowahl für den Zweitwagen in der kalten Jahreszeit.

Beliebte Marken als Winterauto

Der Markt der Modelle, die Fahrer als Winterauto verkaufen möchten, ist groß. Und doch setzen die meisten dabei auf bewährte Marken wie Audi und Opel. Gerade der Audi 80 und Audi 100 sind beliebte Modelle, in der Rankingliste ganz oben findet sich vor allem der Opel Astra oder Corsa. Wer auf ein Winterauto mit Allrad setzen möchte, der ist bei vielen Opel-Modellen richtig. Auch der Fiat Panda verfügt über diesen Antrieb und hat sich als Langzeitanschaffung bei Winterautos einen Namen gemacht. Dazu sind noch der Kia Sportage sowie der Nissan X-Trail als beliebte Zweitwägen für die kalte Jahreszeit zu nennen.

Richtig anmelden

Es liegt auf der Hand, dass ein Auto, das als Winterauto gekauft wurde, gemäß FZV § 3 Abs. 1 rechtmäßig angemeldet werden muss. Dazu muss es auch ein gültiges Kennzeichen aufweisen, fehlt dies, drohen Strafen in der Höhe von 60 Euro. Natürlich macht es keinen Sinn, das Fahrzeug während des ganzen Jahres angemeldet zu lassen. Damit steht bald zur Option, dass der Besitzer sein Winterauto wieder verkaufen möchte. Viel besser sind entweder Saisonkennzeichen oder Wechselnummernschilder. Während erstgenanntes einfach die Anmeldung für einen bestimmten Zeitraum umfasst, erlaubt das zweitgenannte, zwei Autos abwechselnd auf den Straßen zu bewegen. Es ist etwas teurer als das Saisonkennzeichen, das dafür in Sachen Kfz-Steuer und Versicherung Sparen hilft. Denn gezahlt werden muss in diesem Fall nur für den tatsächlich angemeldeten und gefahrenen Zeitraum, der zwischen zwei und elf Monate umfasst.

Auto vor Diebstahl schützen: Die besten Tipps

Autodiebstahl ist in Deutschland ein anhaltendes Problem. Zwar werden heutzutage nicht mehr ganz so viele Fahrzeuge gestohlen, wie es etwa in den 90er Jahren nach der Öffnung der Ostgrenzen, dennoch beziffert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in aktuellen Zahlen eine bereits seit 10 Jahren sehr konstant bleibende Anzahl von etwa 18.000 Diebstählen kaskoversicherter Pkws pro Jahr. Mit einem Schadenaufwand von mehr als 300 Millionen Euro im letzten Jahr lässt sich hier sicher nicht von einem Bagatelldelikt sprechen.

Autodiebstahl kann jeden Fahrzeughalter treffen. Daher ist es sinnvoll, sich über Möglichkeiten zu informieren, um das eigene Auto vor Diebstahl zu schützen. Folgende Maßnahmen tragen zu einer erhöhten Sicherheit gegenüber Kfz-Diebstählen bei:

Verhalten beim Verlassen des Fahrzeugs

Bereits durch das richtige Verhalten beim Verlassen des Fahrzeugs lässt sich das Risiko eines Autodiebstahls verringern. Zu allererst sollte das eigene Auto bestenfalls auf einem gesicherten bzw. bewachten Gelände abgestellt werden. Das bedeutet, dass man beispielsweise zu Hause in einer abschließbaren Garage parkt und unterwegs bewachte Parkplätze mit Sicherheitskameras bzw. Sicherheitspersonal bevorzugt. Wird das eigene Auto einfach auf der Straße oder an unbeaufsichtigten, möglicherweise sogar dunklen und wenig frequentierten Orten geparkt, ist dies eine Einladung für Gelegenheitsdiebe.

Beim Verlassen des Fahrzeugs sollte man zudem stets kontrollieren, ob das Auto tatsächlich ordentlich verschlossen ist. Gerade beim Einsatz einer Fernbedienung für die Zentralverriegelung können die Signale durch Funkblocker gestört werden und der Wagen bleibt unbeabsichtigt unverschlossen zurück. Der Fahrzeugschlüssel sollte dann sicher verstaut und nirgendwo unbeaufsichtigt zurücklassen werden. Also zum Beispiel bitte nicht die Jacke mit Autoschlüssel in der Tasche im Restaurant an die Garderobe hängen. Des Weiteren sollte keinesfalls ein Ersatzschlüssel im Auto zurückgelassen werden. Autodiebe kennen mittlerweile jedes noch so geheime Versteck.

Mechanische Wegfahrsperren

Eine gute Möglichkeit, um für zusätzlichen Schutz gegen Autodiebe zu sorgen, stellen mechanische Wegfahrsperren wie Lenkradkrallen oder Pedalsperren dar. Dabei handelt es sich um robuste Metallkonstruktionen, die im Inneren des Fahrzeugs angebracht werden. Klassische Lenkradkrallen bzw. Lenkradschlösser werden direkt am Lenkrad angebracht und verhindern eine Rotation und somit das Steuern des Fahrzeugs durch Unbefugte. Pedalsperren sind oftmals mit Lenkradkrallen kombiniert und blockieren zusätzlich die Pedale.

Die mechanischen Wegfahrsperren sind eine hervorragende Ergänzung zu den in modernen Fahrzeugen integrierten elektronischen Wegfahrsperren. Sie sind komplett unabhängig von der Elektronik des Fahrzeugs und lassen sich nur mit dem richtigen Schlüssel oder mit roher Gewalt öffnen. Viele Autodiebe scheuen sich vor dem zusätzlichen Aufwand, erst mal eine mechanische Wegfahrsperre knacken zu müssen, bevor es ans Starten des Fahrzeugs geht. Gute Lenkradkrallen sind in der Regel sehr robust und lassen sich nur mit speziellen Werkzeugen und einer hohen Geräuschentwicklung knacken. Daher sorgt der Einsatz mechanischer Wegfahrsperren bereits für eine effektive optische Abschreckung, vor allem gegenüber Gelegenheitsdieben.

Elektronische Diebstahlsicherungen

Neben den mechanischen Wegfahrsperren wie Lenkradkralle und Pedalsperre lässt sich das eigene Fahrzeug auch mit verschiedenen elektronischen Diebstahlsicherungen versehen. Zur Standardausstattung der meisten modernen Autos gehört mittlerweile neben der Alarmanlage auch eine elektronische Wegfahrsperre. Diese ist allerdings anfällig gegenüber Manipulation. Autodiebe können sich über die ODB-Schnittstelle Zugriff auf die Fahrzeugdiagnosesysteme verschaffen und auf diese Weise die Wegfahrsperre deaktivieren. Mit einem speziellen ODB-Saver lässt sich diese Schnittstelle im eigenen Auto gegenüber dem Zugriff durch Unbefugte sichern.

Eine weitere Möglichkeit zur elektronischen Diebstahlsicherung stellt ein sogenannter Batteriewächter dar. Dabei handelt es sich um ein spezielles Gerät, das zwischen Autobatterie und Batteriekabel geschaltet wird. Per Fernbedienung lässt sich anschließend die komplette Stromversorgung im Auto unterbrechen. Da das Gerät per Sicherheitsschraube direkt an der Batterie befestigt wird, lässt es sich nicht so einfach entfernen, ohne die Batterie zu beschädigen.

Zu guter Letzt kann das eigene Fahrzeug auch mit einem GPS Ortungsgerät ausgestattet werden. Dies hilft zwar nicht direkt dabei, den Diebstahl zu verhindern, aber immerhin lässt sich anschließend die exakte Position des gestohlenen Fahrzeugs herausfinden.

Fazit: Auto vor Diebstahl schützen

Es gibt heutzutage ein breites Angebot an Möglichkeiten, um das eigene Fahrzeug vor Diebstahl zu schützen. Aufgrund der immer noch regelmäßig auftretenden Autodiebstahl Delikte, lohnt es sich auf jeden Fall, die ein oder andere Maßnahme zum Schutz des eigenen Fahrzeugs zu ergreifen.

Ummeldung eines Autos – So funktioniert es

Wer sein Auto oder sein Kfz ummelden möchte, muss einiges beachten. Gerade beim Verkauf des Fahrzeugs kommt es vor, dass es nicht abgemeldet, sondern umgemeldet wird. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Meldungen bei der Zulassungsstelle. Wer sein Fahrzeug abmeldet, um es bspw. verschrotten zu lassen, lässt sämtliche Papiere für ungültig erklären, gibt die Nummernschilder ab und darf den Wagen nicht mehr fahren. Wer es ummeldet, meldet es unter seinem Namen ab und gleichzeitig auf einen anderen Namen an.

Die Ummeldung eines Autos funktioniert im selben Landkreis problemlos. Wird der Wagen also an eine Person verkauft, die im gleichen Landkreis wohnt, so kann die Ummeldung bei der Zulassungsstelle durchgeführt werden.

Wird er an eine Person verkauft, die in einem anderen Landkreis wohnt, muss der Wagen erst abgemeldet werden. Dann muss er mit Überführungskennzeichen angemeldet werden. Schlussendlich muss er im neuen Bezirk wird „richtig“ angemeldet werden. Dazu jedoch später mehr.

Für die Ummeldung werden der Fahrzeugbrief, der Fahrzeugschein, die letzte TÜV-Untersuchung, sowie die AU-Untersuchung benötigt. Alles muss bei der Zulassungsstelle vorgelegt werden. Zudem müssen auch die Nummernschilder mitgenommen werden. Selbst wenn bei der Ummeldung dieselben Nummernschilder genutzt werden sollen, müssen sie im ersten Schritt vorgelegt werden. Sie können nicht am Auto verbleiben.

Vom neuen Besitzer wird eine sogenannte eVB Nummer benötigt. Diese erhält er bei seiner Kfz-Versicherung. Diese Nummer lässt sich per Telefon oder online beantragen und ist in sekundenschnell generiert. Nur durch diese Nummer wird die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für ein Fahrzeug gewährleistet. Liegt sie nicht vor, kann das Fahrzeug nicht umgemeldet werden. Zudem wird vom neuen Besitzer ein Ausweis, sowie der Führerschein verlangt. Mit diesen Dokumenten kann die Ummeldung erfolgen.

Wohnt der neue Besitzer nicht im selben Landkreis, so benötigt er Überführungskennzeichen. Das Fahrzeug wird vom alten Besitzer mit oben genannten Dokumenten abgemeldet. Direkt im Anschluss werden die Überführungskennzeichen angemeldet. Auch hierfür wird eine eVB Nummer benötigt. Wichtig ist jedoch, dass es eine Nummer sein muss, die explizit auf Überführungskennzeichen ausgelegt ist. Das muss der Versicherung gesagt werden. Im Anschluss werden die Kennzeichen mit denselben Dokumenten wie oben beschrieben, erstellt. Bei Überführungskennzeichen ist es wichtig zu wissen, dass diese nur wenige Tage gültig sind. Sie sind rot und an ihnen lässt sich das Gültigkeitsdatum ablesen. Sie sind also nur geeignet, um das Fahrzeug von A nach B zu fahren.

Das überführte Fahrzeug muss innerhalb der Frist, die die Kennzeichen erlauben, bei der neuen Zulassungsstelle angemeldet werden. Auch hierfür werden wieder die oben genannten Unterlagen benötigt. Nicht benötigt wird der Kaufvertrag. Auch muss weder der Versicherung des Vorbesitzers, noch dem Bundesamt für Steuern separat mitgeteilt werden, dass das Fahrzeug verkauft wurde. Diese Meldungen werden automatisch von der Zulassungsstelle mitgeteilt. Der Rest läuft vollkommen automatisch. Der Vorbesitzer erhält zu viel gezahlte Steuern oder Versicherungsprämie automatisiert zurück.

Mit dem Auto in den Urlaub – worauf muss man achten

Ein Urlaub in Europa ist immer beliebter. Wer mit dem Auto in den Urlaub fahren möchte, der sollte einige Punkte auf jeden Fall zwingend beachten. Schließlich möchtest du ja trotz beladenem Auto sicher am Urlaubsort ankommen. Eine falsche Beladung des Fahrzeugs kann schlimme Folgen haben. Aber auch, wenn du dir vor dem Urlaub keinen Überblick über die Fahrtauglichkeit deines Fahrzeuges machst, kann es zu Problemen kommen. Du solltest auf jeden Fall einen Blick auf den Ölstand, den Reifendruck und die Bremsen machen.

Sicher in den Urlaub fahren

Wenn du mit deinem eigenen Fahrzeug in den Urlaub fahren möchtest, dann solltest du vorab genau überlegen, was alles unbedingt mitgenommen werden muss. Unnötiger Ballast sollte Zuhause bleiben. Ein zu voll beladenes Fahrzeug belastet nicht nur die Reifen. Häufig wird das Fahrzeug bis auf den letzten Zentimeter vollgestopft mit Koffern, Taschen, Tüten, Kuscheltieren oder Reiseapotheken. Somit kann es schnell passieren, dass es bei einer starken Bremsung dazu kommt, dass sich ein Gepäckteil in ein gefährliches Wurfgeschoss verwandelt. Dabei kann es bei den Fahrzeuginsassen zu schweren Verletzungen kommen. Aus diesem Grund solltest du beim Urlaub mit dem Auto immer darauf achten, dass du alle schweren Gepäckstücker mittig hinter der Rücksitzbank verstaust. Auf die Koffer kannst du immer noch einige leichte Dinge packen. Die Sicht aus dem Heckfenster sollte dabei nicht völlig verdeckt sein.

Wenn du deinen Urlaub mit dem Auto planst, dann fahre am besten kurz vor der Abfahrt zur Reifendruck Überprüfung. Bei Bedarf solltest du alle 4 Reifen aufpumpen. Das hat den Vorteil, dass du den Reifendruck direkt auf das Gewicht des Fahrzeugs abstimmen kannst. Gleichzeitig kannst du alle Scheiben deines Fahrzeugs reinigen. Somit hast du beim Fahren in den Urlaub mit dem Auto jederzeit eine freie Sicht auf die Straße. Kombis bieten den Vorteil, dass das Gepäck im hinteren Bereich mit einem Gitter gesichert werden kann. Kleine Gegenstände wie Handy, Schlüssel und Portemonnai sowie alle Urlaubspapiere sollten im Handschuh- oder Seitenfach verstaut werden. Beim Packen des Fahrzeugs sollte immer auf eine Überladung des Fahrzeugs geachtet werden. Ein Blick auf die Fahrzeugpapiere kann dabei helfen, die Gesamtmasse des Fahrzeugs nicht zu übersteigen. Gerade wenn du eine Dachbox nutzt oder du einen Anhänger mitnehmen möchtest, solltest du auf die maximale Last achten.

Fazit: Urlaub mit dem Auto muss nicht stressig sein

Wenn du dein Fahrzeug nicht überladen hast und die ganze Last gut gesichert ist, kann die Fahrt in den Urlaub beginnen. Achte darauf, dass du außerhalb der EU das D Schild auf dem Kennzeichen benötigst. Dieses Schild wird zusätzlich zum EU Zeichen angebracht. Kontrolliere vor der Abfahrt in den Urlaub mit dem Auto den Ölstand und den Pegel der Scheibenwischflüssigkeit und Kühlflüssigkeit.

Hier findet ihr weitere, konkrete Kfz-Tipps zum Autourlaub in den wichtigsten Zielländern:

Gefahrenquelle Fahrradträger

Gerade jetzt, wo der Sommer in die goldene Jahreszeit abbiegt, nutzen viele das milde Wetter für ausgiebige Fahrradtouren.

Auch wir schwingen uns nach der Arbeit bei herbstlichem Sonnenschein gerne noch eine Runde auf’s Rad um Stress abzubauen oder nutzen das Wochenende um uns auf eine längere Fahrradtour zu begeben.

Gerne wird hier mal schnell das Rad auf den Fahrradträger gepackt und man düst los an den Chiemsee, um hier eine entspannte Runde mit dem Rad zu drehen.

Fahrradträger als Gefahrenquelle besonders bei eBikes

Was viele jedoch nicht wissen: so ein Fahrradträger kann schnell mal auch zu einem Problem für das eigene Auto werden. Gerade bei eBikes gibt es aufgrund des hohen Gewichts doch einiges zu beachten, damit das eigene Auto nicht zum Fall für die Autoverwertung wird.

Wie sich ein eBike auf einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung auswirken kann, zeigt folgendes Video der HTW Berlin und TU Berlin.

Wie man im Video sieht, ist ein Dachfahrradträger für schwere Pedelcs im Grunde absolut ungeeignet, da sich das Fahrrad in Sekundenschnelle löst und in ein gefährliches Geschoss verwandelt. Ähnliche Ergebnisse brachte 2015 auch eine Studie der Allianz zu Tage.

Exkurs: Arten von Fahrradträgern

Generell gibt es verschiedene Arten von Fahrradträgern:

  • Fahrradträger auf der Anhängerkupplung
  • Fahrradträger auf dem Autodach
  • bei einigen Kfz-Modellen Fahrradträger zum Montieren an der Heckklappe

fahrradträger

Spezielle Gefahenpotenziale bei Anhängern und Tipps

Gerade bei der Nutzung eines Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung ist auf die maximale, zulässige Stützlast zu achten, auf welche im Normalfall auf einer Plakete auf dem Anhänger hingewiesen wird. Prinzipiell sollte natürlich bei jeder Form von Anhänger die Gebrauchsanweisung gelesen und Vorgaben entsprechend beachtet und umgesetzt werden.

Auch leicht lösbare Teile am Fahrrad selbst sollten vor Fahrtantritt gelöst und separat verstaut werden, da diese schnell einen Lackschaden verursachen können oder sogar zu einer größeren Gefahr werden können, wenn sie sich lösen und auf nachfolgende Autos geschleudert werden.

Beim Dachgepäckträger sollte immer darauf geachtet werden, dass das schwerste Fahrrad am Rand bei den Stützträgern befestigt wird.

Um im riesigen Angebot an Gepäckträgern nicht den Überblick zu verlieren, sollte man sich vorab am besten übersichtliche Tests wie beispielsweise auf fahrradmagazin.net ansehen, um schnell auf einen Blick Parameter wie Stützlast zu finden und somit gezielt den Träger zu finden, der auf die eignenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Letztlich sollte man natürlich auch darauf achten, dass der Fahrradträger ein GS oder TÜV Siegel hat. Günstige und oftmals minderwertige Importware scheidet durch dieses Kriterium schon einmal schnell aus und reduziert das Risiko von Schäden während der Fahrt.

Wie Du die Lebensdauer deines Autos verlängerst.

Kein Auto ist für die Ewigkeit gebaut. Doch wer einige grundlegende Dinge beachtet, kann die Lebensdauer Auto verlängern.

lebensdauer-auto-verlaengernWer sich ein neues Auto gekauft hat, möchte es meist so lange fahren wie möglich. Schließlich soll sich die kostspielige Anschaffung auch lohnen. In Deutschland werden die Fahrzeuge durchschnittlich 10 bis 11 Jahre gefahren, bevor sie beim Schrotthändler landen. Wurden beim Bau der Fahrzeuge hochwertige, moderne Materialien verwendet, ist der Verschleiß auch entsprechend geringer. So kann liegt die zu erwartende Lebensdauer durchaus bei etwa 15 Jahren liegen. Doch wenn Du folgende Ratschläge beachtest, kannst Du noch viel länger Spaß an Deinem Wagen haben.

Regelmäßiger Ölwechsel hält den Motor jung

Der Motor ist das Herz deines Autos. daher solltest Du dafür sorgen, dass er immer gut geschmiert ist. Daher ist es besonders wichtig, öfters den Ölstand zu überprüfen und regelmäßig das Öl auszutauschen. Je nach Fahrzeug sollte, je nach Fahrzeug und Modell, nach 30.000 bis 50.000 gefahrenen Kilometer ein Ölwechsel vorgenommen werden.TIPP: Bei Öl unbedingt auf Qualität achten. Öl von sogenannten „No Name Marken“ erfüllen häufig nicht die Voraussetzungen, um den Motor optimal mit Schmierstoffen zu versorgen. Nur wenn der Motor gut geschmiert ist, kann der Verschleiß der Bauteile effektiv reduziert werden.

Wartungstermine einhalten

Für jedes Auto gibt es Wartungsintervalle, die möglichst eingehalten werden sollten. Nur eine Fachwerkstatt hat die technischen Möglichkeiten und die Erfahrung versteckte Schäden rechtzeitig zu erkennen. Sicherlich ist eine Wartung mit Kosten verbunden, dennoch lohnt sich die Ausgabe, wenn sich so die Lebensdauer Auto verlängern lässt. Zudem ist eine Reparatur meist wesentlich kostspieliger.

Mit Reparaturen nicht warten

Sollte dennoch eine Reparatur notwendig sein, solltest Du damit nicht all zu lange warten. Ansonsten drohen Folgeschäden die unter Umständen den Motor komplett zerstören. Zudem kann eine verschleppte Reparatur für den Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer schnell lebensgefährlich werden. So kann eine abgenutzte Bremse verheerende Folgen haben.

Wie du bei einem Werkstattbesuch trotzdem noch Geld sparen kannst erfährst du in unserem Spezial-Artikel hier.

Kurzstrecken schaden dem Auto

Kurze Strecken solltest Du nicht unbedingt mit dem Auto fahren. Der Bäcker um die Ecke ist auch gut zu Fuß zu erreichen. Das Problem, dass sich bei Kurzstrecken ergibt ist die Betriebstemperatur des Motors. Ist die Motortemperatur zu gering, wird das Öl nicht heiß genug, um den Motor optimal mit Schmierstoffen zu versorgen. Ein normaler Benzinmotor benötigt etwa zehn Minuten, um die erforderliche Betriebstemperatur zu erreichen. Bei Diesel Aggregaten dauert es in der Regel noch länger, bis er warm ist.

TIPP: Bis der Motor seine Betriebstemperatur solltest Du möglichst gefühlvoll Gasgeben und auf niedrige Drehzahlen achten. Sogenannte Kavalierstarts schaden jedem Motor und reduzieren nur unnötig die Lebensdauer des Fahrzeugs.

Auf Drehzahl achten

Generell ist es wichtig beim Fahren auf die Drehzahl zu achten. Ein zu hoher Drehzahlbereich erhöht den Verschleiß des Motors und verursacht Motorschäden. Allerdings kann auch ein untertouriger Fahrstil den Motor schädigen, denn dadurch wird die Kurbelwelle zu sehr belastet.

HINWEIS: Laut ADAC liegt der optimale Drehmoment bei einem normalen Auto bei etwa 1500 bis 3000 Umdrehungen pro Minute.

Fazit:

Wenn Du Dein Fahrzeug gut Pflegst und die Ratschläge beachtest, kannst Du die Lebensdauer deines Auto verlängern. Manche Autos erreichen so ein Alter von 15 bis 18 Jahren und so manches Fahrzeug hat sogar das Zeug zum begehrten Oldtimer.

 
Zeit für eine Inspektion? Jetzt bequem Termin bei ATU vereinbaren:



Weitere spannende Artikel, die dir helfen die Lebensdauer deines Autos zu verlängern:

Sollte dein Auto irgendwann doch für immer den Geist aufgeben, dann bringe es am besten zu einer Autoverwertung in deiner Nähe (siehe unsere Übersicht über Autoverwertungen in ganz Deutschland).

Symptome einer defekten Zylinderkopfdichtung

Was ist eine Zylinderkopfdichtung?

Bei der Zylinderkopfdichtung handelt es sich um einen Teil des Verbrennungsmotors von Fahrzeugen. Sie dient dazu, den Brennraum gegenüber dem Kühlkreislauf und den Motorölleitungen ab zu dichten. Die Dichtung ist zwischen dem Zylinderkopf und dem Kurbelgehäuse verbaut, sie hat hohen mechanischen und thermischen Belastungen Stand zu halten. Daneben sorgt die Zylinderkopfdichtung dafür, dass keine Gase oder Flüssigkeiten in den Verbrennungsraum hinein oder heraus gelangen. Versagt das Kühlsystem, kann die Wärme vom Motor nicht mehr ausreichend abgeleitet werden, demzufolge erhitzt sich der Motor.

Symptome defekte Zylinderkopfdichtung

Eines der Symptome für eine defekte Zylinderkopfdichtung ist der Verlust von Kühlwasser, immer wieder muss etwas Flüssigkeit nachgefüllt werden, um das Niveau zu halten. Ein weiteres Anzeichen für einen Defekt sind Abgase oder Druck im Kühlsystem. Dies ist an Blasenbildungen im Kühlwasser zu erkennen, die sich während des Betriebs zeigen. Starker Luftaustritt und sehr harte Kühlerschläuche sind ebenfalls ein Hinweis darauf. Erkennst Du Öl im Kühlwasser, also eine bräunliche Verfärbung im Ausgleichsbehälter, kann dies die Folge einer defekten ZKD sein. Diese können zu Blockaden im Kühl-Kreislauf führen. Findet sich Kühlwasser im Motor, der als gelber Schleim am Öleinfüllstutzen sitzt, weist dies auf einen Defekt hin. Ein weiterer Hinweis auf einen eventuellen Schaden kann der Anstieg der Motortemperatur bei hohen Drehzahlen des Motors sein, wie etwa bei einer Autobahnfahrt. Eines der eindeutigen Symptome defekte Zylinderkopfdichtung ist weißer Rauch, der aus dem Auspuff austritt.

Motorschaden als Folge der defekten Zylinderkopfdichtung

Treten die vorgenannten Mängel der defekten Zylinderkopfdichtung auf, heißt es handeln. Wird der Schaden nicht rechtzeitig erkannt, kann dies Folgeschäden nach sich ziehen. Reagierst Du nicht, riskierst Du einen Motorschaden. Dieser kann sehr hohe Reparaturkosten nach sich ziehen, im schlimmsten Fall sogar einen Totalschaden bedeuten.

Mit welchen Kosten ist bei einer Reparatur des Schadens zu rechnen?

Der Fachmann in der Werkstatt muss den Zylinderkopf abschrauben, um an die Kopfdichtung zu kommen. Der Arbeitsaufwand ist dementsprechend hoch, die Materialkosten halten sich hingegen in Grenzen. Fällig wird dabei eine neue Zylinderkopfdichtung, neues Motoröl und ggf. ein Ölfilter sowie das Kühlmittel. Bei den Arbeitskosten muss das Prüfen der Zylinderkopfdichtung, die Ausbauarbeiten, der Dichtungswechsel sowie der Öl- und Kühlwasserwechsel kalkuliert werden. Ein weiterer möglicher Kostenfaktor ist die Reinigung des Kühlsystems, die erforderlich werden kann.

Die Kosten variieren natürlich stark nach Marke und Modell. Zudem stellt sich natürlich die Frage, ob man bei einer Vertragswerkstatt reparieren lässt oder bei einer freien Werkstatt.

Eine ungefähre Orientierung sollen folgende Kostenrahmen geben:

– Zylinderkopfdichtung: ab ca. 15 EUR bis 200 EUR

– Motoröl: ab ca. 30 EUR – 150 EUR

– Ölfilter: ca. 20 EUR

– Einbau: ca. 400 – 1.500 EUR

 

Rechtzeitig wechseln – Folgeschäden vermeiden

Deutet das Verhalten Deines Fahrzeugs auf eine defekte Zylinderkopfdichtung hin, solltest Du diese umgehend überprüfen lassen. Wird ein Defekt diagnostiziert, lass die Dichtung vom Fachmann gleich wechseln, ansonsten können schwerwiegende Folgeschäden auftreten.

Ein gutes Video zur Erkennung von Schäden an der Zylinderkopfdichtung gibt es auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=g2_b7vnIdJY

ATU-Autowerkstatt und Terminvereinbarung in Ihrer Nähe:


Wie verhalte ich mich nach einem Autounfall?

Auch wenn wir täglich mit Nachrichten über Autounfälle überflutet werden, weiß im Extremfall doch kaum jemand, was nach einem Unfall tatsächlich zu tun ist. Doch angesichts von 2.587.321 polizeilich erfassten Unfällen (die tatsächliche Anzahl dürfte noch einmal deutlich höher liegen) in Deutschland im Jahr 2016 muss jeder damit rechnen, Beteiligter in einem Unfall zu werden.

was-tun-nach-autounfallEin zumindest grobes Ablaufverhalten nach einem Verkehrsunfall sollte daher auch jedem gängig sein, zum einen um andere Unfallbeteiligte zu schützen, zum anderen um sich selbst zu schützen und auch vor größeren Schäden und unnötigen Kosten zu bewahren.

 

  1. Eigensicherung

Der wichtigste Aspekt nach einem Verkehrsunfall ist natürlich erst einmal die Eigensicherung. Eigensicherung geht hier klar vor Fremdsicherung!

Darum sollte trotz Stress und Panik sofort auf den nachfolgenden Verkehr geachtet werden und sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Anschließend sollte sofort das Warndreieck aufgestellt werden – ca. 100 m vom Unfall entfernt auf Landstraßen und ca. 200 m auf Autobahnen.

Sollte es keine Verletzten geben, musst du dich nun so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich begeben und bspw. auf Autobahnen hinter den Leitplanken Schutz suchen.

  1. Erste Hilfe und Notruf

Sollte es Verletzte geben, sollten man nach einem ersten Überblick über das ungefähre Verletzungsausmaß sofort den Notruf unter 110 alarmieren.

Laut Polizei sollte man sich dabei immer an das W-Schema halten.

  • Wer meldet? (Name und Standort)
  • Wo ist etwas passiert? (Unfallort)
  • Was ist passiert? (Zahl der Verletzten; Schilderung der Unfallfolgen und Verletzungen)
  • Warten auf Rückfragen!

Einen Ersten-Hilfe-Kurs muss jeder verpflichtend im Rahmen des Führerscheins absolvieren. Dennoch empfiehlt es sich, dieses Wissen regelmäßig in kleinen Erste-Hilfe-Kursen aufzufrischen, um im Fall des Falles gewappnet zu sein. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Einen Überblick über die wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps findest du bspw. bei den Johannitern: http://www.johanniter.de/kurse/erste-hilfe-kurse/tipps-zur-ersten-hilfe/erste-hilfe-tipps/

  1. Daten mit Geschädigtem / Schädiger austauschen

Um versicherungstechnisch eine möglichst reibungslose Abwicklung zu gewährleisten, sollten anschließend die Kontaktdaten mit dem Geschädigten bzw. dem Schädiger ausgetauscht werden. Viele Versicherungen bieten hier bereits Versichertenkarten fürs Handschuhfach an.

Auf keinen Fall sollten sie in dieser Situation ein Schuldeingeständnis machen oder unterschreiben.

Sofern es sich nicht nur um einen Bagatellschaden handelt und / oder die Situation unübersichtlich oder dubios ist, sollte auf jeden Fall die Polizei herangezogen werden.

  1. Zeugen und Beweise sammeln

Gerade bei unklaren Situationen, sollte man auch im eigenen Interesse die Kontaktdaten von Zeugen sammeln. Diese Daten entweder auf einen kleinen Notizzettel notieren oder ins Smartphone einspeichern. Hier sollte zumindest Name, Adresse, ggfs. Telefonnummer und eine grobe Beschreibung was der Zeuge gesehen hat, notiert werden.

Wer das Smartphone zur Hand hat, sollte nach diesem Schritt sofort auch Fotos vom Unfall sprich von der Unfallstelle und auch von einzelnen Schäden machen, um diese ggfs. für die Versicherung oder ein späteres Ermittlungsverfahren zur Verfügung zu haben.

  1. Versicherung informieren

Nach dem Unfallgeschehen, muss anschließend auf jeden Fall die Versicherung informiert werden. Am besten macht man das in Ruhe zuhause.

Frist zur schriftlichen Meldung eines Unfallschadens bei der Versicherung ist hierbei eine Woche, beim Tod von Unfallbeteiligten sogar 48 Stunden.

  1. Rechtsanwalt und Kfz-Gutachter

Egal ob Geschädigter oder Schädiger: heutzutage sollte man in jedem Fall einen Verkehrsrechtsanwalt hinzuziehen und diesen mit der rechtlichen Abwicklung des Unfalls beauftragen. Nur so kann man sicher vermeiden, von der gegnerischen Versicherung unnötig belastet zu werden.

Diese Meinung teilt sogar das OLG Frankfurt:

„Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen. Gerade die immer unüberschaubarere Entwicklung der Schadenspositionen und der Rechtsprechung… … lässt es gerade als fahrlässig erscheinen, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwalts abzuwickeln“

OLG Frankfurt, Urteil vom 01.12.2014, Az. 22 U 171/13; Abruf-Nr. 143780

Wenn man zudem nur Unfallgeschädigter ist, empfiehlt sich zudem immer die Hinzuziehung und Schadensbeurteilung durch einen Kfz-Sachverständigen.

Laut der Kfz-Gutachter-Experten-Plattform kfz-gutachter-berlin.de aus Berlin muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers für folgende Schäden aufkommen:

  1. Erstellung eines Gutachtens durch einen Gutachter, welchen man selber wählen darf
  2. Anwaltskosten für Verkehrsrechtsanwalt
  3. Abschleppkosten
  4. Reparaturkosten
  5. Wertverlust deines Kfz
  6. Kosten für einen Mietwagen
  7. Weitere Kosten die dir durch den Unfall entstanden sind.

Mit diesen Punkten solltest du nun zumindest grundlegend für einen potenziellen Unfall gewappnet sein.

 

Ähnliche Artikel: