Gefahren und Betrug beim Gebrauchtwagenverkauf

Wer sein altes Fahrzeug verkaufen muss, tut dies in der Hoffnung auf einen besseren Preis oft Privat und nicht beim Händler des Neufahrzeugs. Aber in keinem anderen Bereich ist es so häufig, dass man an einen unseriösen Händler gerät und einer Betrugsmasche zum Opfer fällt, wie beim Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtwagens.

Um sich vor Betrug beim Verkauf des Gebrauchten zu schützen, sollte man aber die wichtigsten Fallen und Betrugsmaschen kennen.

Zunächst ein guter Rat

Wenden Sie sich nur an einen vertrauenswürdigen Händler und Ankäufer für gebrauchte Autos, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Ein seriöser Händler wird auch niemals Verkaufsdruck aufbauen oder das Geschäft ohne Transparenz abwickeln. Er wird erklären, welchen Wert das Auto hat und dies normalerweise mit der sogenannten Schwacke-Liste (eine umfangreiche Datensammlung, die den Wert gebrauchter Autos bestimmt) belegen.

Wer einen seriösen Ankäufer für seinen Gebrauchtwagen sucht, sollte ausschließlich auf Ankäufer, wie zum Beispiel 321Autoankauf vertrauen, die faire Preise für Gebrauchtwagen beim Ankauf bieten.

Auf keinen Fall sollte man auf hohe Ankaufsangebote ohne vorherige Fahrzeugbesichtigung durch den Verkäufer reinfallen. Gerade bei einem zu guten Gebot muss man sofort hellhörig und misstrauisch werden, hier kann unter Umständen später ein Betrug raus werden oder der Verkäufer will nachträglich den Preis drastisch drücken.

Außerdem sollte niemals eine Überweisung auf ein sogenanntes sicheres Treuhandkonto akzeptiert werden. Dann ist die Gefahr groß, dass das Auto weg ist, der Verkäufer aber niemals sein Geld erhält.

Eine Übersicht über die wichtigsten Betrugsmaschen und Fallen

Telefonisch hoher Kaufpreis geboten

Der private Autoverkäufer erhält ein vermeintlich sehr gutes Kaufpreisangebot durch einen gewerblichen Autohändler. Um den Kaufpreis zu erhalten, muss der Verkäufer mit dem Fahrzeug zum Händler fahren, wobei oft ein langer Anfahrtsweg erforderlich ist. Vor Ort verzögert der Verkäufer jedoch den Ankauf und schiebt eine genaue Fahrzeugprüfung vor. Bei dieser stellt ein angeblicher Sachverständiger dann angeblich vorhandene Mängel fest, die den vormals guten Kaufpreis erheblich drücken. Viele Verkäufer geben dann entnervt von der langen Anreise auf und sind mit dem viel niedrigeren Kaufpreis einverstanden. Der Betrüger macht somit ein gutes Geschäft. Der hohe zuerst genannte Kaufpreis war nur ein Lockmittel.

Betrug mit verspäteter Ummeldung

Der Käufer „vergisst“ den Wagen nach dem Verkauf schnell umzumelden. Dadurch läuft der Wagen auf den Namen des Verkäufers weiter und kann beispielsweise für Versicherungsbetrug, fingierte Unfälle und auf Kosten des Vorbesitzers und Verkäufers weiter genutzt werden.

Rechtlich hat der Verkäufer das Risiko weiter für alle Kosten in diesem Zusammenhang zu haften. So haftet man als Verkäufer zum Beispiel auch weiter für die Zahlung der Versicherungsprämie und für die Kfz Steuer gegenüber dem Finanzamt, wenn der Käufer die rechtzeitige Ummeldung des Kfz unterlässt.

Auch Betrug durch die sogenannten Kärtchenhändler

Jeder kennt das, dass man morgens eine bunte Karte am Auto findet mit einer Telefonnummer und dem Angebot, den Wagen auf jeden Fall zu kaufen. Beim Anruf bekommt man dann oft eine unverbindliche Zusage über einen attraktiven Kaufpreis, die dann bei der Abwicklung des Verkaufes angeblich nicht mehr gilt, weil der Händler plötzlich Mängel am Fahrzeug entdeckt, die den Kaufpreis mindern würden.

Manchmal werden auch fiktive Positionen und angebliche Gutachterkosten von diesem zugesagten Kaufpreis abgezogen, so dass die tatsächlich angebotene Summe letztlich viel niedriger ausfällt.

Wenn dann noch eine emotionale Drucksituation aufgebaut wird oder der Verkäufer den Wagen auf jeden Fall schnell verkaufen muss, stimmen viele Verkäufer leider dem Angebot des unseriösen Händlers zu.

Eine weitere Variante des Betruges durch diese Art der Händler ist der Betrug mit Hilfe einer teuren Rückrufnummer. Dann geht es dem „Händler“ gar nicht um den Ankauf des Autos, sondern darum, dass der interessierte Verkäufer die teure gebührenpflichtige Nummer anruft und möglichst lange in der Warteschleife gehalten wird. Ein seriöser Händler wir immer eine kundenfreundliche, oft sogar gebührenfreie Telefonnummer anbieten oder sonst auch den Rückruf auf seine Kosten anbieten.

Echter Betrug durch ungedeckte Schecks

Der private Verkäufer erhält ein Kaufangebot von einem angeblichen Käufer, der aus dem Ausland kommt, und ohne Verhandeln sofort den geforderten Kaufpreis zahlen will. Dafür schickt er einen Scheck.

Der Verkäufer erhält aber nun einen Scheck über eine viel zu hohe Summe (häufig wird behauptet, der Scheck sei irrtümlich falsch ausgestellt, man hätte jetzt keinen zweiten zur Hand) und soll die Differenz bei Abholung des Autos in bar an den Abholer des Käufers auszahlen.

In der Regel platzt der Scheck jedoch nach einer gewissen Zeit und der Verkäufer hat weder den Kaufpreis noch die höhere Differenz, die er ja in bar an den Abholer ausgezahlt hat. Eine andere Variante des Scheckbetruges ist, dass der vom privaten Verkäufer genannte Kaufpreis sofort ohne Verhandlungen und Einwendungen akzeptiert und dann per Scheck bezahlt wird. Dieser platzt natürlich auch, die angegebene Adresse war falsch.

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