Wertverlust am Auto bestimmen

Wie berechne ich den Wertverlust meines Autos?

Es heißt immer „Sobald Du mit dem neuen Auto vom Hof des Händlers gefahren bist, hast Du Verlust gemacht.“. Warum ist das so und worin unterschieden sich die Berechnungen bei Neuwagen und Gebrauchtwagen? Wie finde ich heraus, welchen Wertverlust mein Auto hat?

Gerade jetzt, wo alle Welt über die Diesel-Frage debattiert und ständig neue Techniken den Markt erblicken, ist es schwer für den Laien einzuschätzen, was sein Wagen noch wert ist. Weißt Du es? Hier erfährst Du welche Faktoren Du beim Wertverlust des Autos bedenken musst, warum sogar Sachverständige keine einheitliche Antwort haben und weshalb in Garmisch-Partenkirchen der exakt gleiche Gebrauchtwagen mehr kosten kann als in Flensburg, in München selbst der gebrauchte Kleinwagen einen Ticken teurer sein kann als ein gebrauchter Mittelklassewagen in Dortmund oder Kassel. Dazu gibt es noch Tipps, wie Du den Wert Deines Gebrauchten etwas aufbessern kannst.

Tipps wie du die Lebensdauer deines Kfz verlängerst, findest du hier.

Warum verlieren Autos überhaupt so stark an Wert?

Das KFZ ist ein Gebrauchsgegenstand., Ein Auto wird einfach nicht besser, wenn es benutzt wird. Jeder Kilometer, den Du damit fährst, hat seine Auswirkung auf Bauteile. Nicht umsonst heißen viele davon auch Verschleißteile. Während Du Reifen und Felgen folgenlos erneuern kannst, sieht das beim Lack schon anders aus. Wusstest Du, dass Macken im Lack, die Du nicht mit Smart Repair beheben kannst, direkt als Unfallschaden zählen? Selbst also, wenn Du Lackschäden nachlackieren lässt, schlagen die noch negativ bei der Wertberechnung zu buche.
Das große Problem beim Wertverlust eines Autos: es gibt weder eine Formel für die Berechnung, noch eine Konstante – schließlich scheint es eine Magie zu geben, die Oldtimer wertvoller macht – und als ob das die Sache nicht schon kompliziert genug machen würde, sind die regionalen Unterschiede erheblich. Logischerweise gibt es zusätzlich auch nicht starke Unterschiede zwischen den Herstellern und Fabrikaten.
Die gute Nachricht: Es gibt Faktoren, die maßgeblichen Einfluss auf den aktuellen Fahrzeugwert haben. Alle diese Kriterien sind hier für Dich übersichtlich zusammengetragen. Bevor es damit losgeht, gibt es noch eine kurze Erklärung zu dem Sprichwort vom Anfang.

Ist der Wertverlust bei Neuwagen größer als bei Gebrauchtwagen?

Kurzum. Ja. Die traurige Antwort ist, das Sprichwort stimmt. Im ersten Jahr kann sich der Wert eines Neuwagens stark verringern. Mindestens aber mindert er sich um Prozentsätze mit mehr als einer Stelle. Jetzt können Sonderausstattungen und Co den Wertverlust etwas abfedern, aber nur, wenn sie gefragt sind. Wer sich beispielsweise damals für Rally Streifen entscheiden hat, wird eine Zeit lang damit den Wert seines Autos gemindert haben. Aktuell sind die Streifen wieder in und der subjektive Wert steigt.
Immer gefragt sind – laut dem Unternehmen Deutsche Automobil Treuhand – Sonderausstattungen im Dienste der Sicherheit und Bequemlichkeit. Dazu weiter unten mehr.

Weil die Sonderausstattung aber sehr viel mehr kostet, trägt sie erste einmal dazu bei, dass der Wert um ein ganzes Drittel nach einem Jahr geschmälert sein kann, bevor sie dazu beiträgt, den potentiellen Wiederverkaufspreis hoch zu halten.
Nach circa fünf Jahren haben Autos den steilen Fall ihres Wertes so gut wie überstanden. Jetzt sinkt der Wert zwar immer noch mit jedem Jahr, Kratzer und Kilometer, aber im Verhältnis nicht mehr so schnell. Allerdings ist nach einem halben Jahrzehnt auch die Hälfte des Kaufpreises als Wertangabe (meistens) bereits erreicht.

Interessant: Autos mit vergleichsweise stabilem Wert

Bist du daran interessiert, bei welchen Autoformaten Deine Chancen auf so wenig Wertverlust wie möglich gutstehen? Das haben wir uns gedacht. Deshalb kommt hier eine kleine Liste. Bitte beachte, dass sie dem Wandel der Zeit unterliegt.

Starker Wertverlust ist bei Großraum Vans und Autos der Mittelklasse zu erwarten. Etwas weniger Verlust fahren Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und Oberklasse ein. Auch Minivans erfreuen sich verhältnismäßig gleichbleibender Beliebtheit. Zudem sind Kompaktklassen und Geländewagen sowie Minis noch nach einigen Jahres gut etwas wert.

Du erkennst schon, je stärker die Menschen Gebrauchtwagen in einem Auto Format nachfragen, desto mehr kannst Du für ein solches Fahrzeug noch bekommen.

Fahranfänger und junge Familien sowie Menschen die viel transportieren müssen sind hier wichtige Abnehmer. Genauso verhält es sich mit den Leuten, die endlich ein größeres, gehobenes Auto fahren möchten oder sogar daran interessiert sind, die Autos ins Ausland zu bringen.

Merke: Zwischen dem Händlerpreis und dem, was auf dem Privatmarkt noch mit einem Gebrauchten erzielt werden kann, liegen Welten. Logischerweise muss der Händler Platz für seine Gewinnmarge lassen. Wenn Du also Zeit und Ruhe hast, dann kann es sich lohnen, erst einen privaten Käufer zu suchen.
Welche Autos halten ihren Wert denn so lange wie möglich?
Aktuell sind das die großen SUV´s sowie Kleinwagen und Sportautos. Hier zeigt sich momentan, dass nach drei Jahren erst ein Viertel des Kaufpreises verloren gegangen ist und nicht, wie oben, im worst case Szenario schon fast die Hälfte.

8 Faktoren für den Wertverlust am Auto:

1. Vorbesitzer
Menschen kaufen gerne aus erster Hand. Je mehr Vorbesitzer das Auto hatte, desto eher glauben Käufer daran, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Vermutung liegt nahe, dass das Auto bereits schon einige Male jemandem Ärger gemacht hat und nicht zuverlässig lief.
Zudem geht auch unter Laien dank des Internets die Angst um, dass nur schnell gepfuscht wurde, damit das Auto bei der Probefahrt funktioniert und danach aber den Geist aufgeht. Diese Wahrscheinlichkeit ist ebenso höher, wenn mehr Vorbesitzer schon versucht haben, das Auto zu verkaufen.

2. Inspektion
Die Traumanzeige enthält diese magischen Wortkombinationen: „Checkheft gepflegt, erste Hand, Garagenwagen“. Weshalb? Weil Du dann davon ausgehen kannst, dass jeder einzelne Defekt früh genug in der Fachwerkstatt erkannt wurde und noch wichtiger – behoben.
Der Wagen ist vermutlich auch dann frei von möglichen Folgeschäden, etwa, weil er zu lange trocken, also ohne Öl gefahren wurde oder sogar vielleicht einmal heiß gelaufen ist und Kühlwasser verliert.
Gibt es ein lückenloses Checkheft, steigert das den Wert enorm.

3. Unfallwagen
Ist der Wagen unfallfrei? Nicht alle Menschen beantworten diese Frage wahrheitsgemäß. Dabei ist sie relevant. Bei einem Auffahrunfall etwa kann die Knautschzone von der Stoßstange zu gering sein, dass beim nächsten Mal wirklich mehr passiert, weil die Federung fehlt. Die Stabilität der Säulen kann gelitten haben oder die Lenkung beziehungsweise Spur ist verzogen. Es gibt die Gefahr, dass Aufhängungen angerissen sind oder sich Schrauben gelockert haben.

Unfallwagen sind weniger Wert – natürlich kommt es auf die Art des Unfalls an.

4. Laufleistung
Jeder Kilometer zählt. Wenn Du das Glück hast, einen Neuwagen zu besitzen und Dir einen neuen leisten zu können, stoße Dein Gefährt bereits bei unter 10.000 Kilometern Laufleistung ab. Die nächste Grenze liegt bei 50.000 und dann bei 100.000. Hier finden noch einmal richtig große Sprünge in der Bewertung statt.

Das liegt vor allem daran, dass jedem Fachmann klar ist, dass einige Bauteile nur auf eine gewisse Laufleistung ausgelegt sind. Vor 10000 Kilometern war nicht mal ein Ölwechsel notwendig. Nach 100.000 Kilometern darf schon einmal über die Intaktheit der Kupplung philosophiert werden.

5. Erstzulassung
Logischerweise zählt die Erstzulassung; denn hier steht quasi, wie alt das Fahrzeug ist, Übrigens gilt das auch für Garagen Autos. Ein KFZ kann sich auch kaputt stehen.

6. Automarke
Wie beliebt ist Dein Auto gerade? Ist es vielleicht in einem anderen Bundesland beliebter? Mehr nachgefragt? Der Wandel der Zeit ist bei diesem Faktor ganz besonders stark. Aber mit soliden Fabrikaten hast Du gute Chancen. Immer schlecht: Wenn der Nachfolger bereits zu haben ist. Außer bei Reihen wie dem Golf etwa.
Dann spielt es natürlich auch immer eine Rolle, wie viele Türen dein Auto hat. Das gehört aber wieder zum Komfort.

7. Sonderausstattung
Merke Dir einfach, alles, was das Fahren sicherer macht, hebt den Wert. Alles, was im Grunde verbastelt ist oder nur Trend war, mindert den wert. Da musst Du schon einen Liebhaber finden. Der allerdings kann Dir sogar am Ende mehr bereit sein zu zahlen, als der Wert eigentlich hoch ist.

8. Reparaturen oder Pfusch?
Wie wurden die Reparaturen durchgeführt? Wurden Originalteile verwendet oder Beta-Teile? Gibt es zu jeder Reparatur eine Rechnung von einer Fachwerkstatt oder hast Du alles in einer freien Werkstatt machen lassen? Vielleicht sogar bei einem Kumpel? Du siehst, je mehr dokumentiert ist und hochwertige Materialien verwendet wurden von Spezialisten, desto höher der Wert des Autos.

Wer kann meinen Wert vom Auto genau berechnen?

Genau berechnen kann das ein KFZ-Sachverständiger. Allerdings benutzt dieser exakt die gleichen Kriterien, um den aktuellen Preis zu bestimmen. Einziger Unterschied: Er ist auch vor Gericht zugelassen und er bezieht in seine Analyse auch den Gebrauchtwagenmarkt mit ein, bedenkt politische Themen und technische Wenden sowie den genauen Nutzen der Sonderausstattung.

 

Wie kannst Du den Wert Deines Autos steigern?

Hier kommen zum Ende noch ein paar Tipps, wie Du den Wert Deines Autos aufbessern kannst.
Willst Du einmal einen Richtwert ermitteln? Mit dem Online-Rechner geht es ganz einfach. Einziges Manko. Kratzer, dellen, Unfälle und individuelle Macken (der dritte Gang springt immer raus) kann der Rechner nicht berücksichtigen.

  1. Hebe alle Quittungen auf.
  2. Wenn Du gebrauchte Teile nimmst, dann nutze generalüberholte Produkte mit einem Jahr Garantie.
  3. Wenn Du Lackkratzer hast, behandle sie direkt mit Rostschutz, optisch kannst Du immer noch nachbessern.
  4. Dokumentiere Ölwechsel.
  5. Scheckheft pflegen.
  6. Innenreinigung und Aufbereitung machen ordentlich etwas her.
  7. Nutze nicht den Aschenbecher.
  8. Tierhaare lassen sich mit einem Gummihandschuh bestens entfernen.
  9. Der Himmel muss einen sauberen Eindruck machen.
  10. Ein funktionierendes Radio, Navi und ein guter Geruch aus Klimaanlage und Kühler machen einen guten Eindruck.
  11. Achtfach Bereifung kommt auf dem privaten Markt besser an.

Wie Du die Lebensdauer deines Autos verlängerst.

Kein Auto ist für die Ewigkeit gebaut. Doch wer einige grundlegende Dinge beachtet, kann die Lebensdauer Auto verlängern.

lebensdauer-auto-verlaengernWer sich ein neues Auto gekauft hat, möchte es meist so lange fahren wie möglich. Schließlich soll sich die kostspielige Anschaffung auch lohnen. In Deutschland werden die Fahrzeuge durchschnittlich 10 bis 11 Jahre gefahren, bevor sie beim Schrotthändler landen. Wurden beim Bau der Fahrzeuge hochwertige, moderne Materialien verwendet, ist der Verschleiß auch entsprechend geringer. So kann liegt die zu erwartende Lebensdauer durchaus bei etwa 15 Jahren liegen. Doch wenn Du folgende Ratschläge beachtest, kannst Du noch viel länger Spaß an Deinem Wagen haben.

Regelmäßiger Ölwechsel hält den Motor jung

Der Motor ist das Herz deines Autos. daher solltest Du dafür sorgen, dass er immer gut geschmiert ist. Daher ist es besonders wichtig, öfters den Ölstand zu überprüfen und regelmäßig das Öl auszutauschen. Je nach Fahrzeug sollte, je nach Fahrzeug und Modell, nach 30.000 bis 50.000 gefahrenen Kilometer ein Ölwechsel vorgenommen werden.TIPP: Bei Öl unbedingt auf Qualität achten. Öl von sogenannten „No Name Marken“ erfüllen häufig nicht die Voraussetzungen, um den Motor optimal mit Schmierstoffen zu versorgen. Nur wenn der Motor gut geschmiert ist, kann der Verschleiß der Bauteile effektiv reduziert werden.

Wartungstermine einhalten

Für jedes Auto gibt es Wartungsintervalle, die möglichst eingehalten werden sollten. Nur eine Fachwerkstatt hat die technischen Möglichkeiten und die Erfahrung versteckte Schäden rechtzeitig zu erkennen. Sicherlich ist eine Wartung mit Kosten verbunden, dennoch lohnt sich die Ausgabe, wenn sich so die Lebensdauer Auto verlängern lässt. Zudem ist eine Reparatur meist wesentlich kostspieliger.

Mit Reparaturen nicht warten

Sollte dennoch eine Reparatur notwendig sein, solltest Du damit nicht all zu lange warten. Ansonsten drohen Folgeschäden die unter Umständen den Motor komplett zerstören. Zudem kann eine verschleppte Reparatur für den Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer schnell lebensgefährlich werden. So kann eine abgenutzte Bremse verheerende Folgen haben.

Wie du bei einem Werkstattbesuch trotzdem noch Geld sparen kannst erfährst du in unserem Spezial-Artikel hier.

Kurzstrecken schaden dem Auto

Kurze Strecken solltest Du nicht unbedingt mit dem Auto fahren. Der Bäcker um die Ecke ist auch gut zu Fuß zu erreichen. Das Problem, dass sich bei Kurzstrecken ergibt ist die Betriebstemperatur des Motors. Ist die Motortemperatur zu gering, wird das Öl nicht heiß genug, um den Motor optimal mit Schmierstoffen zu versorgen. Ein normaler Benzinmotor benötigt etwa zehn Minuten, um die erforderliche Betriebstemperatur zu erreichen. Bei Diesel Aggregaten dauert es in der Regel noch länger, bis er warm ist.

TIPP: Bis der Motor seine Betriebstemperatur solltest Du möglichst gefühlvoll Gasgeben und auf niedrige Drehzahlen achten. Sogenannte Kavalierstarts schaden jedem Motor und reduzieren nur unnötig die Lebensdauer des Fahrzeugs.

Auf Drehzahl achten

Generell ist es wichtig beim Fahren auf die Drehzahl zu achten. Ein zu hoher Drehzahlbereich erhöht den Verschleiß des Motors und verursacht Motorschäden. Allerdings kann auch ein untertouriger Fahrstil den Motor schädigen, denn dadurch wird die Kurbelwelle zu sehr belastet.

HINWEIS: Laut ADAC liegt der optimale Drehmoment bei einem normalen Auto bei etwa 1500 bis 3000 Umdrehungen pro Minute.

Fazit:

Wenn Du Dein Fahrzeug gut Pflegst und die Ratschläge beachtest, kannst Du die Lebensdauer deines Auto verlängern. Manche Autos erreichen so ein Alter von 15 bis 18 Jahren und so manches Fahrzeug hat sogar das Zeug zum begehrten Oldtimer.

 
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Weitere spannende Artikel, die dir helfen die Lebensdauer deines Autos zu verlängern:

Sollte dein Auto irgendwann doch für immer den Geist aufgeben, dann bringe es am besten zu einer Autoverwertung in deiner Nähe (siehe unsere Übersicht über Autoverwertungen in ganz Deutschland).

Das AGR-Ventil: Funktion, Anzeichen für Defekte und der Austausch

Was ist ein AGR Ventil?

Die Abkürzung AGR steht für Abgasrückführung. Das AGR-Ventil ist ein sehr wichtiges Bauteil dieser Einrichtung, die dazu dient, die Temperatur der während der Verbrennung des Kraftstoffs im Motor entstehenden Abgase und die Abgabe von Stickstoffoxiden an die Umwelt zu verringern. Bei der Abgasrückführung gelangt ein Teil der entstehenden Abgase über ein Rohr und das Ventil zurück zur Saugseite des Motors, wo es zusammen mit den Frischgasen erneut in den Verbrennungsraum des Motors gelangt. Durch die Rückführung der sauerstoffarmen und kohlendioxidhaltigen Abgase wird Frischluft im Ansaugrohr verdrängt, wodurch der Sauerstoffanteil der angesagten Gase abnimmt. Die rückgeführten Abgase nehmen sind nicht an der Verbrennung beteiligt, müssen aber trotzdem wieder mit aufgeheizt werden, nehmen also Wärmeenergie auf, wodurch die Verbrennungstemperatur insgesamt sinkt.

Die Aufgabe des AGR-Ventils

Die Abgasrückführung findet nicht ständig statt, sondern nur im Teillastbereich, wenn der Motor besonders mager läuft. Nach einem Kaltstart, während der Warmlaufphase oder bei Volllast des Motors macht die Abgasrückführung wenig Sinn. Um die Abgasrückführung zu steuern, wird das AGR-Ventil benötigt. Es öffnet und schließt die Verbindung zwischen Auspuffkrümmer und Ansaugrohr. Das Ventil befindet sich am Motor, meist in der Nähe des Abgaskrümmers. Mittels einer Steuerelektronik ist es möglich, die Abgasrückführung nur bei bestimmten Lastzuständen und Motortemperaturen zu aktivieren und in Fahrsituationen zu deaktivieren, wenn ihr Einsatz wenig sinnvoll ist.

Wenn ein Defekt im Abgasrückführungssystem auftritt

Ist das AGR-Ventil defekt, so kommt es zu einer deutlichen Verschlechterung der Abgaswerte sowie einer Verschlechterung des Fahrverhaltens. Es können Leerlaufprobleme, Ruckeln oder Leistungsverluste auftreten. Gegebenenfalls kann das Motorsteuergerät auch in den Notlauf gehen. Bei einem Defekt am Ventil kann es zu Problemen bei der Abgasuntersuchung kommen. Allerdings wird in den meisten Fällen der Fahrer schon vorher eine Werkstatt aufsuchen, weil sich das Fahrverhalten durch eine schlechte Gasannahme und einen mitunter starken Leistungsverlust deutlich verschlechtert.

Ursachen für ein defektes AGR-Ventil

Die häufigste Ursache ist eine Blockierung des AGR-Ventils, hervorgerufen durch Verschmutzungen aufgrund von Ruß, der bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luftgemischs auftritt. Die Abgase hinterlassen im Lauf der Zeit starke Spuren im Inneren des Ventils, wodurch dieses hängen bleiben kann. Besonders häufig tritt eine Verrußung des AGR-Ventils bei Dieselmotoren auf. Defekte oder Probleme können auch durch beschädigte Kabelverbindungen oder Dichtungen sowie undicht gewordene Verbindungsleitungen und Schläuche entstehen. Je nachdem, in welcher Position das AGR-Ventil aufgrund der Verschmutzungen stehen bleibt, können verschiedene Fehlersymptome auftreten. Bleibt es beispielsweise dauernd offen, so saugt der Motor einen hohen Abgasanteil an, während die angesaugte Menge an Frischluft zurückgeht. Das elektronische Steuergerät für die Motorsteuerung senkt daraufhin die Menge des eingespritzten Kraftstoffs, wodurch wiederum die Motorleistung sinkt. Einige Fahrzeuge zeigen den Defekt durch Aufleuchten der Motorkontrollleuchte an.

Reinigung und Austausch des AGR-Ventils

Grundsätzlich ist es zwar möglich, das Ventil zu reinigen. Dies sollte jedoch bestenfalls vorbeugend geschehen. Bei einem Defekt bringt eine Reinigung nichts mehr, und das Ventil muss ausgewechselt werden, ebenso die am Ventil befindlichen Dichtungen. Durch eine unsachgemäße Reinigung können auch weitere Schäden am Abgasrückführungssystem auftreten. Die Kosten für einen Austausch hängen vom Fahrzeugtyp ab. Prinzipiell kann der Wechsel auch selbst vorgenommen werden. Allerdings ist es ratsam, eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Diese kann das AGR-Ventil sowie weitere Teile der Motorsteuerung überprüfen und feststellen, ob mögliche Beeinträchtigungen beim Fahren überhaupt auf das Bauteil zurückzuführen sind.

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HIER FINDEST DU EINE GROßE AUSWAHL AN AGR VENTILEN

Vignette entfernen leicht gemacht

Sommerzeit und Urlaubszeit vorbei…

Ein Problem danach ist oftmals die Windschutzscheibe des eigenen Autos. Diese sieht aus wie das Stickeralbum aus Grundschulzeiten – vollgeklebt bis oben hin.

Das behindert nicht nur im Extremfall die Sicht sondern sieht auch ziemlich unästhetisch aus. Und das wollen wir doch alle nicht. Darum erfahrt ihr in diesem Beitrag wie ihr die Vignetten und Pickerl aus dem Urlaub am einfachsten entfernen könnt.

Vignette entfernen leicht gemacht mit unseren Tricks:

  1.  Föhn: Meist klappt das Entfernen der Vignette mit einem Föhn. Dabei den Fön ca. 20 cm von der Vignette entfernt halten und das Pickerl gleichmäßig beheizen. Allerdings sollte der Fön nicht auf maximaler Temperatur laufen. Schon nach kurzer Zeit sollte man die Ecken der Mautvignette anheben können und diese vorsichtig abziehen. Sollten nun noch Überreste auf der Scheibe sein, dann mit einem Topfschwamm und etwas Wasser (ggfs. kombiniert mit einem Scheibenreiniger) entfernen. Gerade die österreichische Vignette sollte im Normalfall wasserlöslich sein.
  2. Bremsreiniger: Auch mit Bremsreiniger lassen sich Vignetten zumeist problemlos entfernen. Bremsreiniger bekommt ihr im Grunde in jedem Baumarkt oder bei eurem Autoteilehändler. Hierzu dann einfach ein Stück Küchenrolle mit dem Reiniger einsprühen und die Überreste der Vignette so problemlos entfernen.
  3. Rasierklinge oder Ceranfeldschaber: Auch mit einer Rasierklinge oder einem Ceranfeldschaber lassen sich die Pickerl gut abschaben. Dabei allerdings aufpassen, dass ihr keine Dichtgummis an der Scheibe erwischt. Noch besser funktioniert das Abschaben unserer Erfahrung nach, wenn man die Vignette vorab mit etwas Wasser und Geschirrspülmittel einweicht.

Idealerweise solltet ihr das Pickerl übrigens direkt nach dem Urlaub oder dem Ablauf der Vignette entfernen. Je kürzer sie drauf ist, desto leichter lässt sie sich im Normalfall auch entfernen.

No-Go’s bei der Vignetten-Entfernung:

  • Es ist absolut verboten und auch strafbar die Pickerl zu entfernen um sie an einem anderen Kfz wieder anzubringen.
  • Pickerl nur mit Tesafilm anbringen: Wer diesen „Trick“ anwendet muss mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Das Pickerl muss ordnungsgemäß laut Anleitung angebracht werden. Ansonsten ist es ungültig.

 

P.S.: Diese Tipps stellen keine Rechtsberatung dar.