Unverschuldeter Unfall und was nun?

Die Rechte der Schadensregulierung bei einem unverschuldeten Unfall sind klar geregelt. Wer in einen Unfall ohne Eigenverschuldung verwickelt ist, dem stehen als Geschädigten einige Rechte zu. Welche Ansprüche der Geschädigte geltend machen kann, wird erst dann ermittelt, wenn die Schuldfrage eindeutig geklärt ist. Dafür braucht es die Verkehrsordnungshüter.

Die ersten Schritte nach einem Unfall

Wie schwer und gravierend der Unfall per se sein mag, die erste Handlung muss immer der Anruf bei der Polizei sein. Die Verkehrspolizei nimmt den Unfall auf. Kommt es später zu einem Rechtsstreit, ist diese Anzeige für den unschuldig Geschädigten von großer Wichtigkeit. Nur mit der Bestätigung der Polizei, wobei der Unfallhergang genau und detailliert aufgezeichnet vorliegt, hat der Geschädigte das nötige Beweismaterial, um seine Rechte einfordern zu können.

Welche Fehler sollte man bei unverschuldeten Unfällen vermeiden – was gilt es zu beachten?

Ein Unfall ist eine unangenehme und zugleich schwierige Angelegenheit, die mit unterschiedlichen Pflichten und Rechten verbunden ist. Ein grober Fehler ist es, die Schadensabwicklung selbst in die Hand nehmen zu wollen. Fotos machen, Unfallskizze erstellen, die Kontaktaufnahme mit der Unfallgesellschaft des Unfallgegners aufnehmen usw., all diese Schritte der Eigeninitiative führen, wenn es vor Gericht hart auf hart kommt, nicht zum gewünschten Erfolg.
Am Unfallort gilt es eines zu beachten: Ruhe bewahren! Was passiert ist, kann nicht rückgängig gemacht werden. Den Unfallgegner verbal oder wie auch immer anzugreifen, macht wenig Sinn, denn aggressives Verhalten nutzt niemandem. Vielmehr ist es wichtig, die Unfallstelle sofort abzusichern und den Überblick zu bewahren. Bei einem geringen Unfallschaden sind sogenannte Einigungsprotokolle möglich. Diese sollten jedoch nur dann von beiden Seiten unterschrieben werden, sofern keine anderen Ansprüche mehr geltend gemacht werden möchten. Ist beim Unfall ein erheblicher Schaden entstanden, so muss der Schadensanspruch des unverschuldeten Geschädigten schnellstmöglich der gegnerischen Verpflichtung gemeldet werden. Wartet der Geschädigte zu lange mit der Schadensmeldung, wird es für ihn immer schwieriger, den effektiven Schaden nachzuweisen und somit all seine Ansprüche geltend zu machen.

Warum ist es wichtig, einen unabhängigen Kfz-Gutachter zu beauftragen?

Ein unabhängiger Kfz-Gutachter nimmt die beim Unfall entstandenen Schäden objektiv und somit ganz unparteiisch auf. Er nimmt die Schäden unter die Lupe und erstellt aufgrund seiner Analysen ein Unfallgutachten. Damit dokumentiert er alle Mängel, die auf den Unfall zurückführen und er schätzt zudem den Aufwand für eine Reparatur, sofern diese möglich ist.

Nach einem unverschuldeten Unfall ist das Gutachten eines unabhängigen Kfz-Gutachters wichtig, da sein Schadengutachten weit über den Umfang eines von einer Kfz-Werkstatt erstellten Kostenvoranschlags hinausgeht. Ist eine Reparatur unmöglich, so kann der unabhängige Kfz-Gutachter den Wiederbeschaffungswert oder den aktuellen Wert des Fahrzeuges festlegen. Auf diese Weise deckt ein Gutachten mögliche Mehr- und Folgekosten ab, die in einem gewöhnlichen Kostenvoranschlag keine Berücksichtigung finden.

Wie findet man einen unabhängigen Gutachter?

Leider ist es nicht so einfach, den richtigen unabhängigen Gutachter zu finden. Objektivität und Qualifikation sind beim Thema Gutachter zuweilen dünn gesät. Die bekannten Prüfgesellschaften TÜV und DEKRA sind meist die ersten Anlaufstellen. Diese arbeiten häufig eng mit den Versicherungen zusammen. Der Bundesverband der unabhängigen und freiberuflichen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen ist eine weitere Instanz, um als unverschuldeter Geschädigte die Wahrheit ans Licht zu bringen. Hier finden alle Unfallgeschädigten einen seriösen Sachverständigen.

Was kostet ein unabhängiges Gutachten?

Je heftiger das Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen wurde, desto höher fällt das Honorar des Gutachters aus. Der Gutachter braucht umso länger, je gravierender die Schäden am Auto sind. Für die Ermittlung der Kosten dienen als Grundlage entsprechende Tabellen. An diesen orientieren sich die fixen Beträge, die bei bestimmten Leistungen abgerechnet werden. Je nach entstandenem Schaden kann das unabhängige Gutachten viel oder weniger kosten. Liegt die Schadenshöhe inkl. der MwSt. bei 2.000 Euro, so beläuft sich das Grundhonorar des Gutachters von 265 bis 355 Euro. Beträgt die Schadenshöhe rund 20.000 Euro, dann erhält der Gutachter ein Honorar zwischen 940 bis 1.355 Euro.
Allerdings wird das Honorar bei unverschuldeten Unfällen von den meisten unabhängigen Sachverständigen mit der gegnerischen Versicherung abgerechnet, so dass dem Geschädigten keinerlei Kosten dafür entstehen. Bei folgenden unabhängigen Gutachtern, ist das Unfallgutachten bei unverschuldeten Unfällen kostenfrei:

Fazit

Ein Unfall muss nicht gleich einen Weltuntergang bedeuten. Das richtige Verhalten ist essenziell. Wird der Unfall sachgemäß von den Ordnungshütern aufgenommen, ist das unabhängige Gutachten für den unverschuldeten Geschädigten enorm entscheidend, um seine Rechte und Ansprüche bei der gegnerischen Versicherung oder bei Rechtsstreitigkeiten vor Gericht geltend machen zu können. Fehler oder Versäumnisse nach einem Unfall können enorme Geldeinbußen mit sich bringen.

 
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Geld sparen beim Werkstattbesuch – so wird die Autoreparatur günstig

autowerkstattDie meisten Autobesitzer haben sich bislang nicht gerade über Werkstatt-Rechnungen gefreut und in vielen Fällen handelt es sich sogar um böse Überraschungen. Neue Fahrzeuge stecken voller High-Tech und deshalb haben Garagen-Bastler hier nicht mehr viele Möglichkeiten. Der Besuch in der Werkstatt ist daher oftmals unumgänglich und meist werden Originalteile benötigt. Egal schließlich ob Rostlaube oder Neuwagen, alle Autos müssen zumindest alle drei Jahre in die Werkstatt, beispielsweise für den TÜV, die Reparatur oder die Wartung.

Gerade wenn Neuwagen gekauft werden, dann müssten diese bei Mängeln auch in Vertragswerkstätten, weil es hier die gesetzliche Sachmängelhaftung oder die Herstellergarantie gibt. Nachbesserungen sind nur bei Werkstätten von der gleichen Fahrzeugmarke oder nur beim Verkäufer möglich. Natürlich sind sonst freie Werkstätten generell günstiger, weil von dem freien Teilehandel preiswertere Ersatzteile genutzt werden. Damit keiner bei einer Werkstatt generell draufzahlt, können mit manchen Tipps und Tricks bis zu einem Drittel von den Werkstattkosten eingespart werden. Keiner muss sich damit vor der Rechnung fürchten, wenn das Fahrzeug in die Werkstatt muss.

Bei einem Werkstattbesuch Kosten sparen

Wird beispielsweise das Motoröl eigenständig besorgt, dann kann von dem Werkstattpreis sogar fast die Hälfte gespart werden. Wichtig ist lediglich, dass die Ware auch den Herstellervorgaben entspricht. Wer nur beispielsweise Blechteile benötigt, der kann auch bei einem Schrottplatz oder bei einer Autoverwertung vorbeischauen, denn es gibt dort schließlich nicht nur Schrott. Es gibt viele Teile zu Preisen, wovon bei den meisten Werkstätten nur geträumt wird. Wer natürlich seltene Oldtimerteile oder Kuriositäten sucht, der findet dafür auch spezielle Seiten im Internet.

Wichtige Verschleißteile wie beispielsweise Scheibenwischer, Bremsbeläge oder Bremsscheiben allerdings werden besser neu gekauft. Genauso wichtig sind auch sicherheitsrelevante Teile wie Bremsen oder Lenkung. Keiner darf sich natürlich selbst gefährden, nur um ein paar Euro zu sparen. Bis zu 80 Prozent von dem Werkstattpreis können sonst eingespart werden, wenn Teile repariert und nicht ersetzt werden. Es gibt einige spezialisierte Betriebe, welche die Bauteile wieder instandsetzen können. Mit dazu gehören beispielsweise die Anlasser oder die Lichtmaschinen. Als Austauschteile werden oft auch Teile angeboten, die bereits von namhaften Herstellern repariert und wiederaufbereitet wurden. Im Vergleich zu Neuteilen sind hier dann oft zwischen 30 und 40 Prozent Ersparnis möglich.

Von ganz billigen Teilen sollte jeder jedoch besser die Finger lassen, denn wird zu günstig gekauft, wird oft zweimal gekauft. Werden Teile als Originalteile angepriesen und sie sind dann bis zu 70 Prozent günstiger, ist es oft nichts Vernünftiges. Wer bei einem bekannten und eingesessenen Teile Händler kauft, der erhält meist eine gute Beratung und es gibt keine bösen Überraschungen.

Was ist bei dem Werkstattbesuch zu beachten?

Natürlich kann jeder verschiedene Teile selbst günstiger kaufen. Zu beachten ist, dass sich viele Werkstätten nicht dazu zwingen lassen, dass dann Teile auch eingebaut werden. Werden selbst gekaufte Teile von der Werkstatt eingebaut, wird natürlich nicht für die Funktionstüchtigkeit oder die Qualität der Teile gehaftet. Die Werkstatt haftet dann im Endeffekt nur für die korrekte Ausführung.

Bei vollfunktionsfähigen Teilen jedoch können die Autos oft kostengünstig, verlässlich und zügig wieder auf die Straße gebracht werden. Bei einem Besuch bei der Werkstatt sollte ein Mitarbeiter das Fahrzeug zunächst am besten mit der Hebebühne begutachten.

Vorab sollte zudem alles besprochen werden, was zu reparieren ist und man sollte sich einen Kostenvoranschlag geben lassen. Wird am Ende eine Rechnung erstellt, kann diese auch durch Experten geprüft werden. Die Werkstatt-Rechnungen können oft bei verschiedenen Gesellschaften geprüft werden und meist sind hier Kfz-Meister tätig. Die Profis können dafür sorgen, dass bei den Werkstattkosten sogar bis zu einem Drittel eingespart werden.

Fazit:

Wer beispielsweise sein eigenes Öl mitbringen möchte, der kann einiges an Geld sparen. Im Internet sind die Preise deutlich günstiger wie in der Werkstatt. Für 5 Liter Öl verlangt die Werkstatt beispielsweise oft 150 Euro und im Internet sind es nur 50 Euro. Zwar kommen Entsorgungskosten mit dazu, doch im Vergleich zu dem Öl-Preis der Werkstatt ist es dennoch günstiger. Wichtig ist allerdings immer auch das entsprechende Öl für das Fahrzeug. Die Sparfüchse können bei kleinen Inspektionen die Rechnung sogar um bis zu einem Drittel reduzieren. Nicht nur wenn eigens Öl gekauft wird, kann einiges gespart werden, sondern auch bei selbstgekauften Teilen. Wer dann mit einem Werkstattmitarbeiter die Arbeiten besprochen hat und es kommen bei der Inspektion oder Wartung noch weitere Positionen dazu, der sollte darauf bestehen, dass er vor der Reparatur noch einmal angerufen wird. Jeder kann sich dann schließlich noch eine Alternative überlegen und Kosten sparen.

 
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Ein Schrottauto zu Geld machen

Jeden Autobesitzer ereilt früher oder später das Schicksal, dass das eigene Auto nicht mehr zufriedenstellend funktioniert. Mängel häufen sich, immer häufiger auftretende Defekte gehen ins Geld und selbst die Kosten für Verschleißteile werden irgendwann zu hoch. Mit zunehmendem Alter wird so jeder Wagen früher oder später „schrottreif“. Hat man dagegen einen Unfall, kann das Auto binnen Sekunden zum wirtschaftlichen Totalschaden werden. Die einzige Lösung? Das Auto loswerden!

Das fahruntüchtige Fahrzeug einfach am Straßenrand stehen zu lassen, ist ohne rechtliche Folgen nicht möglich. Andernfalls macht man sich laut §326 StGB strafbar. Stattdessen müssen derartige Autos in Deutschland fachgerecht zerlegt, entsorgt sowie endgültig abgemeldet werden. Doch anstatt noch Geld zu bezahlen, um sein schrottreifes Auto loszuwerden, kann man ganz einfach welches dafür erhalten. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Privatverkauf vs. Verwerter

Eines steht fest: Das alte Auto muss weg. Für die Möglichkeiten, die man hat, spielt der Zustand des Fahrzeugs eine große Rolle. Ist Ihr Auto alt, aber noch fahrtüchtig und besitzt zusätzlich eine gültige AU/HU-Plakette, so fällt es vergleichsweise leicht, einen Privatkäufer zu suchen. Ein Online-Inserat bietet hierfür eine solide Plattform, mit dem man potenzielle Käufer leicht erreichen kann, sofern das Inserat ansprechend gestaltet ist. Nicht nur Liebhaber alter, in die Jahre gekommener Autos begeben sich gern auf die Suche nach Schnäppchen. Auch Autobastler halten oft danach Ausschau, um die Fahrzeuge auszuschlachten und die Teile für eigene Zwecke wieder zu verwenden. Wie viel man für das Auto bekommt, hängt ganz vom Verhandlungsgeschick ab. Einige Interessenten bieten Geld für das gesamte Auto, andere hingegen sind nur an Einzelteilen interessiert. Je nachdem, wie man das Auto im Inserat darstellt oder wie man sich einigt, kann der Verkaufspreis unterschiedlich hoch oder niedrig ausfallen. Hier spielt natürlich der Zustand und die Qualität von Karosserie, Ausstattung und Aggregaten eine wesentliche Rolle.

Ist Ihr Auto fahruntüchtig und ohne Plakette, kann ein Privatverkauf problematisch sein. Eine attraktive Summe für ein schrottreifes Auto zu erhalten, ist in der Regel unwahrscheinlich. Grundsätzlich wird ein solches Schrottauto direkt zum Verwerter gebracht. Doch Vorsicht: Nicht jeder Verwerter lässt Ihr Auto kostenlos verschrotten. Oft fällt eine Gebühr in Höhe von 100 Euro oder mehr an. Hinzu kommt, dass das fahruntüchtige Auto auf eigene Kosten zum Verwerter transportiert werden muss. Der einzige Profit, den man hier also noch machen kann, ist, wenn man das Fahrzeug vorher selbst ausschlachtet und die wertvollen Teile verkauft. Gibt es vielleicht eine einfachere Lösung, wie man sein Schrottauto einfach und unkompliziert zu Geld machen kann?

Ankaufunternehmen

Neben dem Privatverkauf und der klassischen Autoverwertung bieten Ankaufunternehmen wie wirkaufendeinauto.de eine unkomplizierte Alternative, wie man problemlos sein schrottreifes Gefährt los wird. Vor dem Verkauf erfolgt zweistufige Bewertung, um den Restwert des Fahrzeugs zu ermitteln. Dies geschieht völlig unkompliziert, denn wirkaufendeinauto.de sagt Ihnen die Antwort auf: Was ist mein Auto noch wert? Die erste Stufe erfolgt per Online-Preisrechner, in den die wichtigsten Fahrzeugdaten wie Marke, Modell und das Jahr der Erstzulassung eingegeben werden. Binnen weniger Sekunden erfährt man einen ersten Schätzwert, der auf aktuellen Marktdaten basiert.

Im zweiten Schritt wird ein persönlicher Termin zur Begutachtung in einer von über 100 deutschlandweiten Filialen gebucht, wo das Fahrzeug von Kfz-Experten genau unter die Lupe genommen wird. Nach der Begutachtung wird dem Kunden ein Ankaufangebot unterbreitet, das man bei Interesse annehmen kann. Somit hat man sein Schrottauto verkauft, und dies ist sogar innerhalb von nur 24 Stunden möglich. Bei diesem Ankaufunternehmen hat man den Vorteil, dass der Zustand des Fahrzeugs keine Rolle spielt. Somit können auch Autos, die als Totalschaden deklariert wurden, problemlos vorgestellt werden. Falls das Auto bewegungsunfähig ist, wird sogar bei der Organisation eines Transports geholfen.

Auf den Autowert kommt es an

Ob Sie Ihr Schrottauto privat, über ein Ankaufunternehmen oder in Einzelteile zerlegt verkaufen, liegt ganz bei Ihnen. Falls es schnell gehen soll und Sie Ihr Auto einfach nur entsorgen möchten, sind Sie mit einer Fahrzeugverwertung gut bedient. Achten Sie jedoch darauf, dass es ein zertifizierter Betrieb ist, um böse Überraschungen zu vermeiden. Eine Autoverwertung in deiner Nähe findest du auf unserer Autoverwerter-Übersicht.

Neben den vorliegenden Schäden weist jedes Schrottauto unterschiedliche Eigenschaften auf, die für eine Preisfindung von Bedeutung sind. Neben Marke und Modell sind auch Ausstattung und Zubehör ausschlaggebend den Verkaufspreis. Daher ist es vor jedem Verkauf wichtig, den Autowert zu ermitteln. Seriöse Ankaufunternehmen bieten diesen Service meist kostenlos an. Nur so wissen Sie um den genauen Wert Ihres Fahrzeugs Bescheid und können Ihr Schrottauto zu Geld machen.

Was kostet Stoßdämpfer wechseln?

Was ist ein Stoßdämpfer beim Auto?

Der Stoßdämpfer, auch Schwingungsdämpfer genannt, absorbiert Stöße und Schwingungen, die vom Straßenbelag auf das Fahrzeug übertragen werden. Der Aufbau eines Stoßdämpfers ist schnell erklärt. Er besteht aus einem Zylinder und einem Kolben. Im Inneren des Zylinders befindet sich Gas oder Öl. Durch Auf-und Abwärtsbewegung wird das Gas oder Öl durch feine Öffnungen gepresst oder wieder zurückgesaugt. Dadurch verlieren die Schwingungen an Intensität.

 

Wann muss der Schwinungsdämpfer gewechselt werden?

Die Haltbarkeit eines Stoßdämpfers ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Schlechte Straßen mit vielen Schlaglöchern, häufiges fahren auf Feld- oder Waldwegen oder zu schnelles Fahren in Kurven lassen einen Stoßdämpfer schneller defekt werden als es unter normalen Bedingungen der Fall wäre.
Der Stoßdämpfer ist ein Verschleißteil und sollte etwa alle 80.000 bis 100.000 Kilometer überprüft werden.
Der Verschleiß von Stoßdämpfern ist schleichend und man gewöhnt sich schnell an einen nicht mehr richtig funktionierenden Stoßdämpfer. Mit einfachen Mitteln kann man jedoch feststellen, ob ein Stoßdämpfer defekt ist. Ungleichmäßig abgefahrene Reifen, ein hoher Reifenverschleiß, ein vibrierendes Lenkrad oder auch Poltergeräusche können Anzeichen sein. Ein untrügliches Zeichen für einen defekten Stoßdämpfer ist austretendes Öl.
Der Stoßdämpferwechsel gestaltet sich oft schwierig. Meist muss der Reifen und der Bremssattel demontiert werden; manchmal auch die Spurstange, die ein Teil der Lenkung ist. Arbeiten an Bremsen oder Lenkung dürfen nur von Fachwerkstätten durchgeführt werden.
Zumindest die Frontstoßdämpfer sind meistens mit der Feder zu einer Einheit verbaut: Dem Federbein. Um den Stoßdämpfer von der Feder zu trennen muss das komplette Federbein ausgebaut und die Feder mit einem Spezialwerkzeug auf Spannung gebracht werden, um den Stoßdämpfer entnehmen zu können. Das Spannen der Feder setzt ungeheure Kräfte frei, die schon so mancher Schrauber mit gebrochenen Knochen bezahlt hat. Also auch hier unbedingt eine Fachwerkstatt aufsuchen. Ist ein Stoßdämpfer nicht mit einer Feder verbunden, kann er leicht von jedem technisch versierten Menschen ausgebaut werden.

Was kostet ein Stoßdämpferwechel?

Die Kosten für einen Stoßdämpferwechsel variieren natürlich und sind vom Fahrzeugtyp abhängig. Die Stoßdämpfer für einen SUV oder einen Sportwagen sind hierbei deutlich teurer als Stoßdämpfer für einen Mittelklassewagen und können unter Umständen schon mal einen 4-stelligen Betrag erreichen. Ein normaler Stoßdämpfer kostet zwischen 50 Euro und 150 Euro. Man sollte jedoch bedenken, dass es sinnvoll ist, die Stoßdämpfer paarweise zu wechseln. Das heißt auf einer Achse rechts und links.
Natürlich darf man die Werkstattkosten nicht vergessen. Auch hier gibt es große Unterschiede und ein Preisvergleich lohnt sich immer. Manche Werkstätten bieten Komplettpreise an und machen so die kosten für einen Stoßdämpferwechsel übersichtlich.
Die Arbeitsleistung pro Achse wird im Schnitt mit etwa 150 Euro bis 200 Euro zu Buche schlagen. Berechnen wir jeweils das Maximum, kommen beim Stoßdämpferwechsel etwa 500 Euro pro Achse auf euch zu. Beim Minimum sind es nur etwa 250 Euro.
Das sollte euch eure Sicherheit und die der Anderen allerdings wert sein

 
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Das AGR-Ventil: Funktion, Anzeichen für Defekte und der Austausch

Was ist ein AGR Ventil?

Die Abkürzung AGR steht für Abgasrückführung. Das AGR-Ventil ist ein sehr wichtiges Bauteil dieser Einrichtung, die dazu dient, die Temperatur der während der Verbrennung des Kraftstoffs im Motor entstehenden Abgase und die Abgabe von Stickstoffoxiden an die Umwelt zu verringern. Bei der Abgasrückführung gelangt ein Teil der entstehenden Abgase über ein Rohr und das Ventil zurück zur Saugseite des Motors, wo es zusammen mit den Frischgasen erneut in den Verbrennungsraum des Motors gelangt. Durch die Rückführung der sauerstoffarmen und kohlendioxidhaltigen Abgase wird Frischluft im Ansaugrohr verdrängt, wodurch der Sauerstoffanteil der angesagten Gase abnimmt. Die rückgeführten Abgase nehmen sind nicht an der Verbrennung beteiligt, müssen aber trotzdem wieder mit aufgeheizt werden, nehmen also Wärmeenergie auf, wodurch die Verbrennungstemperatur insgesamt sinkt.

Die Aufgabe des AGR-Ventils

Die Abgasrückführung findet nicht ständig statt, sondern nur im Teillastbereich, wenn der Motor besonders mager läuft. Nach einem Kaltstart, während der Warmlaufphase oder bei Volllast des Motors macht die Abgasrückführung wenig Sinn. Um die Abgasrückführung zu steuern, wird das AGR-Ventil benötigt. Es öffnet und schließt die Verbindung zwischen Auspuffkrümmer und Ansaugrohr. Das Ventil befindet sich am Motor, meist in der Nähe des Abgaskrümmers. Mittels einer Steuerelektronik ist es möglich, die Abgasrückführung nur bei bestimmten Lastzuständen und Motortemperaturen zu aktivieren und in Fahrsituationen zu deaktivieren, wenn ihr Einsatz wenig sinnvoll ist.

Wenn ein Defekt im Abgasrückführungssystem auftritt

Ist das AGR-Ventil defekt, so kommt es zu einer deutlichen Verschlechterung der Abgaswerte sowie einer Verschlechterung des Fahrverhaltens. Es können Leerlaufprobleme, Ruckeln oder Leistungsverluste auftreten. Gegebenenfalls kann das Motorsteuergerät auch in den Notlauf gehen. Bei einem Defekt am Ventil kann es zu Problemen bei der Abgasuntersuchung kommen. Allerdings wird in den meisten Fällen der Fahrer schon vorher eine Werkstatt aufsuchen, weil sich das Fahrverhalten durch eine schlechte Gasannahme und einen mitunter starken Leistungsverlust deutlich verschlechtert.

Ursachen für ein defektes AGR-Ventil

Die häufigste Ursache ist eine Blockierung des AGR-Ventils, hervorgerufen durch Verschmutzungen aufgrund von Ruß, der bei der Verbrennung des Kraftstoff-Luftgemischs auftritt. Die Abgase hinterlassen im Lauf der Zeit starke Spuren im Inneren des Ventils, wodurch dieses hängen bleiben kann. Besonders häufig tritt eine Verrußung des AGR-Ventils bei Dieselmotoren auf. Defekte oder Probleme können auch durch beschädigte Kabelverbindungen oder Dichtungen sowie undicht gewordene Verbindungsleitungen und Schläuche entstehen. Je nachdem, in welcher Position das AGR-Ventil aufgrund der Verschmutzungen stehen bleibt, können verschiedene Fehlersymptome auftreten. Bleibt es beispielsweise dauernd offen, so saugt der Motor einen hohen Abgasanteil an, während die angesaugte Menge an Frischluft zurückgeht. Das elektronische Steuergerät für die Motorsteuerung senkt daraufhin die Menge des eingespritzten Kraftstoffs, wodurch wiederum die Motorleistung sinkt. Einige Fahrzeuge zeigen den Defekt durch Aufleuchten der Motorkontrollleuchte an.

Reinigung und Austausch des AGR-Ventils

Grundsätzlich ist es zwar möglich, das Ventil zu reinigen. Dies sollte jedoch bestenfalls vorbeugend geschehen. Bei einem Defekt bringt eine Reinigung nichts mehr, und das Ventil muss ausgewechselt werden, ebenso die am Ventil befindlichen Dichtungen. Durch eine unsachgemäße Reinigung können auch weitere Schäden am Abgasrückführungssystem auftreten. Die Kosten für einen Austausch hängen vom Fahrzeugtyp ab. Prinzipiell kann der Wechsel auch selbst vorgenommen werden. Allerdings ist es ratsam, eine Fachwerkstatt aufzusuchen. Diese kann das AGR-Ventil sowie weitere Teile der Motorsteuerung überprüfen und feststellen, ob mögliche Beeinträchtigungen beim Fahren überhaupt auf das Bauteil zurückzuführen sind.

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Der Turbolader pfeift – was tun?

Was ist ein Turbolader?

Der Turbolader wird auch als Abgasturbolader oder kurz ATL bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine optional vorhandene Baugruppe innerhalb eines Verbrennungsmotors, die dazu dient, dass die Leistung und die Effizienz des Motors gesteigert wird. Das Arbeitsprinzip des Turboladers liegt darin, dass mittels der Nutzung der kinetischen Energie der Motorabgase mehr Außenluft schneller in den Verbrennungsraum eingebracht wird.

Gründe für einen pfeifenden Turbolader

turboDie Gründe, dass der Turbolader pfeift, sind vielfältig. Beruhigend für Autofahrer ist zunächst, dass das Pfeifen des Turboladers fast nie den kompletten Verschleiß als Auslöser hat. Ein Grund kann darin bestehen, dass eine mangelnde Ölversorgung gegen ist. Grundsätzlich sind die Verbindungswellen zwischen Turbinenrad und Verdichterrad dauerhaft geschmiert. Durch schlechtes Öl oder Verschmutzungen sowie Treibstoff im Öl kann der Ölfilm reißen und das Pfeifen verursachen. Auch das heiße Abstellen eines Turbomotors nach langer und intensiver Laufzeit kann dazu führen, dass bedingt durch die sofortige Unterbrechung der Kühlung das Pfeifen des Turobladers bewirkt wird. Problematisch für den Turbo kann auch verbrennendes Öl im Motor sein. Die entstehende Ölkohle kann sich dann auf der Turbine absetzen. Auch Probleme mit der Abgasanlage führen oftmals zu Problemen mit dem Turbo, was besonders häufig bei Dieselmotoren mit Rußpartikelfiltern der Fall ist. Besonders häufig ist das der Fall, wenn ein Fahrzeug überwiegend im Stadtverkehr bewegt wird, da der Filter dann nicht ausreichend frei gebrannt wird.




Ist ein Turbolader immer defekt, wenn er pfeift?

Grundsätzlich ist es kein Zeichen dafür, dass der Turbo bereits defekt ist, wenn der Turbolader Pfeifgeräusche macht. Wurde das Fahrzeug beispielsweise über längere Zeit hochtourig gefahren, dann kann es durchaus sein, dass der Turbolader pfeift, wenn das Fahrzeug sofort abgeschaltet wird. Der Turbo ist deshalb keineswegs sofort defekt. Allerdings sollte man darauf achten, dass das nicht häufiger geschieht, damit der Turbolader nicht dauerhaft geschädigt wird. Gerade Fremdkörper können bewirken, dass der Turbolader pfeift. Das bedeutet unter Umständen auch, dass er einen Schaden nehmen kann. Gelangen diese Fremdkörper nämlich in den Ansaugtrakt, können schnell Schäden am Turbo entstehen.

Sollte man bei einem pfeifenden Turbo in die Werkstatt fahren?

In jedem Fall ist es sinnvoll, die Werkstatt aufzusuchen, wenn der Turbolader pfeift. Da Laien die Ursachen häufig nicht ermitteln können, ist es ratsam, hier auf fachliche Hilfe zu setzen, damit der Turbolader nicht nur unerkannte Einflüsse dauerhaft geschädigt wird.

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Radkappen beim Auto – Wie montiere ich Radzierblenden?

Wie montiere ich Radzierblenden?

radzierblendeDer Sommer kommt und Mitteleuropa lädt wieder zum Autofahren ein. Jetzt wo die Straßen wieder schön befahrbar sind und die Felgen nicht nach jeder kurzen Kilometerfahrt dreckig sind, ist es an der Zeit seine Radzierblenden wieder aus der Garage zu holen. Frisch geputzt merkst du es sofort, wenn man du Morgens zum Auto gehst und die glänzenden Räder siehst: Ja der Frühling ist wieder da. Razierblenden sind in wenigen Schritten schnell montiert und es gibt nur relativ wenig zu beachten. Beim Kauf empfiehlt sich auch bei Radzierblenden mittlerweile eigtl. der Vergleich und Kauf im Internet. Innerhalb kürzester Zeit erstrahlt dein Auto wieder im Glanz und die Alufelgen sind geschützt.

Schritt für Schritt Anleitung:

Erstens:
Als allererstes muss deine Felge gründlich gereinigt werden und inspiziert werden. Wenn irgendwo an der Felge noch, bei der Montage der Radkappe, störende, leicht zu entfernende Teile sind, dann entferne diese bitte. Wenn du nicht sicher bist, ob bei deiner Felge Teil XY weg muss, der Händler deines Vertrauens kann dir mit Sicherheit auf alle Fragen zum Radzierblenden montieren beantworten

Zweitens:
Den Stahlspannring über die Ventilaussparung bringen.

Drittens:
Der dritte Schritt beim Radzierblenden Montieren ist, der Entscheidende. Du musst vorsichtig sein, dass die Radkappe nicht mit den Haltekrallen rausrutscht. Die Haltekrallen müssen eigentlich nur in die dafür versehenden Vertiefungen. Da sich das allerdings leichter anhört als es ist, solltest du dir lieber eine 3 te Hand zu Hilfe holen. Mit einem 2ten Helfer ist die Montage garantiert in nur maximal 3 Minuten erledigt.

Viertens:
Noch einmal mit der Hand am Rand entlang gehen und fühlen ob jede Haltekralle gut sitzt. Und schon ist deine Radzierblende sicher angebracht.

Sollte eine Radkappe mal nicht passen…

Radkappen sind nahezu Universel kompatibel. In der Regel sollte es kein Problem darstellen die Radzierblenden von einem Auto zum anderen mitzunehmen. Nahezu alle Probleme die beim Radzierblenden montieren auftreten, lassen sich mit Hilfe des Spannrings schnell lösen. Der Spannring liegt auf der Innenseite der Radkappe und ist in der Regel ein dünner Stahlring. Der Spannring sollte zum Radzierblenden befestigen so eingestellt sein, dass die Radkappe fest mit dem Reifen verbunden werden. Die Justierung kannst du einfach durch verschieben und damit vergrößern am Stahlring vollziehen.

In wenigen Minute erledigt

Radkappen sind schnell angebracht und schützen die Felge hervorragend vor Kratzern, kleinen Steinen und leichter Beschädigung. Da Sie universell nutzbar sind und es eine große Auswahl gibt, kann jeder eine für sich passende Radkappe finden. Sie werten Ihr Auto optisch auf und erinnern jeden von uns an einen wunderschönen Frühling. Die Sonnen scheint, also raus die Radkappen und ab auf die Straße.

Was ist ein Kupplungsschaden und was kostet die Reparatur?

Die Autokupplung ist ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Motor und Getriebe. Ohne dieses wichtige Bauteil könntest Du weder Anfahren, noch die verschiedenen Gänge einlegen. Doch leider gehört die Kupplung zu den Autoteilen, die je nach Fahrweise, mehr oder weniger schnell durch Verschleiß einen Kupplungsschaden aufweisen. Daher stell sich eigentlich für jeden Fahrer irgendwann die Frage, ob die Kupplung defekt ist und somit ausgetauscht werden muss.

Anzeichen Kupplungsschaden, woran sind sie zu erkennen?

Es gibt bestimmte Merkmale, an denen Du erkennen kannst, ob ein Wechsel der Kupplung bevorsteht. Dazu gehören unter anderem:

  1. Kupplung schleift, das bedeutet, die Motorleistung steigt nicht konform mit der angezeigten Drehzahl
  2. Einlegen der Gänge ist schwergängig
  3. Gänge rutschen raus
  4. Beim Einlegen der Gänge entstehen laute Geräusche in der Getriebeeinheit
  5. Unsanftes Anfahren beim sogenannte Kommenlassen der Kupplung

TIPP: Auch wenn die heutigen modernen Kupplungen rund 60.000 bis 120.000 Kilometer halten, solltest Du die Funktionstüchtigkeit regelmäßig in einer Werkstatt überprüfen lassen, bevor ein Kupplungsschaden entsteht. Eine erfahrene KFZ-Fachkraft kann schon durch eine kurze Testfahrt die Anzeichen für einen Kupplungsschaden erkennen.

Kann der Kupplungsschaden in Eigenregie behoben werden?

Kupplung-AutoIst die Kupplung defekt, ist ein Austausch unumgänglich. Um den Kupplungswechsel selbst vornehmen zu können, müsstest Du das Fahrzeug auf eine Hebebühne stellen und das Getriebe ausbauen. Erst dann ist es möglich, die neue Kupplung einzubauen. Allerdings wird dafür Spezialwerkzeug benötigt. Zudem sind beim Einbau wichtige Prüf-und Drehmomente zu beachten. Daher sollte, wenn die Kupplung defekt ist, sowohl die Begutachtung als auch die Reparatur durch eine anerkannte KFZ-Werkstatt durchgeführt werden.

Was kostet ein Austausch der Kupplung?

Die Kosten für die Reparatur des Kupplungsschaden beauftragst, setzten sich die dafür anfallenden Kosten hauptsächlich durch zwei Faktoren zusammen:

1. Arbeitsaufwand
Bevor die neue Kupplung eingesetzt werden kann, muss das Getriebe ausgebaut werden. Dafür braucht ein KFZ-Mechaniker meist nicht mehr als zwei bis vier Stunden. Anders verhält es sich, wenn bei einem allradbetriebenen Fahrzeug die Kupplung defekt ist. In diesem Fall erhöht sich die Arbeitszeit auf etwa sechs bis acht Stunden, da hier beim Wechsel der Kupplung in der Regel auch Ausrücklager beziehungsweise Nehmerzylinder ausgetauscht werden.

2. Materialkosten
Die Materialkosten lassen sich nur schwer Pauschal berechnen. Werden Originalteile bestimmter Automarken verwendet, sind die Kosten sicherlich höher, als wenn Produkte anderer Hersteller verwendet werden. Bei einer normalen Kupplung kannst Du mit Materialkosten von bis zu 400 Euro rechnen, sodass die Kosten für die Beseitigung eines Kupplungsschaden , bei einem Arbeitsaufwand von vier Stunden, bei ungefähr 1.200 Euro liegen. Allerdings dient diese Angabe nur zur ungefähren Orientierung.

TIPP: Die oben beschriebenen Anzeichen für einen Kupplungsschaden sind bei Deinem Auto gegeben und Du sucht eine Werkstatt? Dann solltest Du unbedingt vorher einen Preisvergleich vornehmen. Diesbezüglich bieten verschiedene Portale kostenlose Vergleichsrechner an, mit denen sich die Kosten einer Kupplungsreparatur unverbindlich berechnen lassen.

Fazit:

Wer umsichtig fährt kann die Lebensdauer einer Kupplung wesentlich erhöhen. So solltest du nicht unnötig auf dem Kupplungspedal stehen, sondern lieber öfter in den Leerlauf schalten. Ebenso ist es hilfreich, wenn Du zügig anfährst und die Kupplung nicht lange schleifen lässt.

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Was kostet ein Ölwechsel?

Ein Auto zu besitzen bedeutet nicht nur Unabhängigkeit, Freiheit und Fahrspaß. Ein Auto bringt auch die ein oder andere Verpflichtung mit sich. Neben der Versicherung und den Kraftfahrzeugsteuern, die man zahlen muss, benötigt ein Fahrzeug auch etwas Pflege. Das fängt bei einer gründlichen Autowäsche an und hört bei einem Zahnriemenwechsel auf. Doch das, was Fahrzeugbesitzer und Fahrzeugbesitzerinnen gern vergessen erledigen zu lassen und sich nachher wundern, warum das Auto komisch klingt und der Motor so komisch nagelt, obwohl man gar keinen Diesel fährt, ist der Ölwechsel.

motorenöl-retroEin Ölwechsel ist elementar für das Fahren eines Fahrzeugs. Die Betriebsflüssigkeiten dienen dazu, dass das Fahrzeug richtig funktioniert. Bei einem Ölwechsel wird das Motoröl durch eine Ölablassschraube herausgelassen. Weiter wird der Ölfilter entfernt und ein neuer angebracht. Nach dem Ablassen des Öls und dem anbringen des neuen Ölfilters wird auch das neue Motoröl eingefüllt.
Viele stellen sich die Frage: Was kostet ein Ölwechsel? Der Preis unterscheidet sich von Auto zu Auto. Es kommt darauf an, wie viel Hubraum der Motor hat bzw. wie viele Zylinder. Weiter hängt es auch davon ab, ob man mit Benzin oder Diesel fährt. Danach bestimmt sich auch die Sorte des Öls. Es gibt beispielsweise 10W40, 5W30 und so weiter. Weiter kommt es auch auf die Marke des Öls an. Also ob man Öl von Castrol, Liqui Moly oder Noname-Produkte verwendet.
Weiter ist der Preis eines Ölwechsels davon abhängig, in welcher Werkstatt man diesen machen lässt. Werkstätten berechnen hier beim Öl selbst häufig einen ordentlichen Aufschlag.

Als Tipp gilt daher, sein eigenes Öl mit zur Werkstatt zu nehmen und dieses für den Ölwechsel nutzen zu lassen. Um zusätzlich noch Geld beim Kauf des Öls zu sparen, empfiehlt sich der Preis- und Ölvergleich auf Plattformen wie www.motoroel-test.com.
Im Internet findet man zudem Seiten, die einen Preisvergleich für Ölwechsel in Werkstätten in der Region ermöglichen. So bezahlt man beispielsweise in Berlin für einen Ölwechsel inklusive Ölfilter bei einem VW Golf 1.4 zwischen 50,00 EUR und 180,00 EUR. Hierbei sind freie Werkstätten im Vergleich zu Vertragswerkstätten klar günstiger.

oelwechsel

Mit Geschick kann man auch den Wechsel des Öles selbst vollziehen. Von Vorteil ist hier in jedem Fall eine Hebebühne oder Auffahrrampe. Wichtig ist, dass man ein geeignetes Behältnis für das alte Öl unterstellt. Dieses muss groß genug und in der Beschaffenheit geeignet sein, dass Altöl aufzufangen. Da dies sehr umweltschädlich ist, ist es nicht erlaubt, das Öl einfach in den Boden sickern zu lassen. Zunächst öffnet man die Ölablassschraube. Diese befindet sich meistens an der tiefsten Stelle der Ölwanne. Nachdem das ganz Öl abgelaufen ist, dreht man den Ölfilter mit einem so genannten Ölfilterschlüssel ab. Dies geht meist sehr schwer. Dieser ist ebenso voller altem Motorenöl. Anschließend dreht man den neuen Ölfilter wieder rein. Hierbei ist darauf zu achten, dass dieser auch wirklich gerade sitzt. Im Anschluss daran die Ölablassschraube wieder reindrehen. Danach füllt man von oben das frische Öl auf. Faustregel für die Ölmenge ist in etwa 1 Liter pro Zylinder. Also wären das bei einem 4-Zylinder Fahrzeug ca. 4 Liter Öl. Die genaue Menge findet man auch im Fahrzeughandbuch. Beim Auffüllen des Öls immer zur Kontrolle des Messstab ziehen.

Egal, ob man den Wechsel des Öls selbst oder in einer Werkstatt machen lässt. Wichtig ist, dass die Intervalle (15.000 Kilometer oder nach 1 Jahr) für den Wechsel eingehalten werden.

Symptome einer defekten Zylinderkopfdichtung

Was ist eine Zylinderkopfdichtung?

Bei der Zylinderkopfdichtung handelt es sich um einen Teil des Verbrennungsmotors von Fahrzeugen. Sie dient dazu, den Brennraum gegenüber dem Kühlkreislauf und den Motorölleitungen ab zu dichten. Die Dichtung ist zwischen dem Zylinderkopf und dem Kurbelgehäuse verbaut, sie hat hohen mechanischen und thermischen Belastungen Stand zu halten. Daneben sorgt die Zylinderkopfdichtung dafür, dass keine Gase oder Flüssigkeiten in den Verbrennungsraum hinein oder heraus gelangen. Versagt das Kühlsystem, kann die Wärme vom Motor nicht mehr ausreichend abgeleitet werden, demzufolge erhitzt sich der Motor.

Symptome defekte Zylinderkopfdichtung

Eines der Symptome für eine defekte Zylinderkopfdichtung ist der Verlust von Kühlwasser, immer wieder muss etwas Flüssigkeit nachgefüllt werden, um das Niveau zu halten. Ein weiteres Anzeichen für einen Defekt sind Abgase oder Druck im Kühlsystem. Dies ist an Blasenbildungen im Kühlwasser zu erkennen, die sich während des Betriebs zeigen. Starker Luftaustritt und sehr harte Kühlerschläuche sind ebenfalls ein Hinweis darauf. Erkennst Du Öl im Kühlwasser, also eine bräunliche Verfärbung im Ausgleichsbehälter, kann dies die Folge einer defekten ZKD sein. Diese können zu Blockaden im Kühl-Kreislauf führen. Findet sich Kühlwasser im Motor, der als gelber Schleim am Öleinfüllstutzen sitzt, weist dies auf einen Defekt hin. Ein weiterer Hinweis auf einen eventuellen Schaden kann der Anstieg der Motortemperatur bei hohen Drehzahlen des Motors sein, wie etwa bei einer Autobahnfahrt. Eines der eindeutigen Symptome defekte Zylinderkopfdichtung ist weißer Rauch, der aus dem Auspuff austritt.

Motorschaden als Folge der defekten Zylinderkopfdichtung

Treten die vorgenannten Mängel der defekten Zylinderkopfdichtung auf, heißt es handeln. Wird der Schaden nicht rechtzeitig erkannt, kann dies Folgeschäden nach sich ziehen. Reagierst Du nicht, riskierst Du einen Motorschaden. Dieser kann sehr hohe Reparaturkosten nach sich ziehen, im schlimmsten Fall sogar einen Totalschaden bedeuten.

Mit welchen Kosten ist bei einer Reparatur des Schadens zu rechnen?

Der Fachmann in der Werkstatt muss den Zylinderkopf abschrauben, um an die Kopfdichtung zu kommen. Der Arbeitsaufwand ist dementsprechend hoch, die Materialkosten halten sich hingegen in Grenzen. Fällig wird dabei eine neue Zylinderkopfdichtung, neues Motoröl und ggf. ein Ölfilter sowie das Kühlmittel. Bei den Arbeitskosten muss das Prüfen der Zylinderkopfdichtung, die Ausbauarbeiten, der Dichtungswechsel sowie der Öl- und Kühlwasserwechsel kalkuliert werden. Ein weiterer möglicher Kostenfaktor ist die Reinigung des Kühlsystems, die erforderlich werden kann.

Die Kosten variieren natürlich stark nach Marke und Modell. Zudem stellt sich natürlich die Frage, ob man bei einer Vertragswerkstatt reparieren lässt oder bei einer freien Werkstatt.

Eine ungefähre Orientierung sollen folgende Kostenrahmen geben:

– Zylinderkopfdichtung: ab ca. 15 EUR bis 200 EUR

– Motoröl: ab ca. 30 EUR – 150 EUR

– Ölfilter: ca. 20 EUR

– Einbau: ca. 400 – 1.500 EUR

 

Rechtzeitig wechseln – Folgeschäden vermeiden

Deutet das Verhalten Deines Fahrzeugs auf eine defekte Zylinderkopfdichtung hin, solltest Du diese umgehend überprüfen lassen. Wird ein Defekt diagnostiziert, lass die Dichtung vom Fachmann gleich wechseln, ansonsten können schwerwiegende Folgeschäden auftreten.

Ein gutes Video zur Erkennung von Schäden an der Zylinderkopfdichtung gibt es auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=g2_b7vnIdJY

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